Bausteine der Stadt­ge­sell­schaft

Soziale, ökolo­gi­sche und poli­ti­sche Aspekte des Quartiers

Das Quartier ist das grund­sätz­liche Ordnungs­modul der Stadt. Es bestimmt die städ­ti­sche Körnungs­größe und bildet das soziale Feld, in dem Bekannt­schaft, Nach­bar­schaft und Freund­schaft – soziale Verbind­lich­keit also – entstehen können. Im Quartier, in der über­schau­baren Zahl von Häusern, Straßen und Menschen in perso­naler Verbun­den­heit, kann Iden­ti­fi­ka­tion entstehen, aus der schließ­lich gegen­sei­tige Verant­wor­tung für Menschen und ihr gemein­sames Habitat entsteht. Der Soziologe Jens Dangschat hat unter dem Stichwort „Habitus des Ortes“ über das Zustan­de­kommen und die Wirkung solch lokaler Werte nach­ge­dacht, die schließ­lich das „kollek­tive Gedächtnis“ (Maurice Halbwachs) auch über den Austausch von Anteilen der Quar­tiers­be­völ­ke­rung hinaus begründen, das Quartiere in ihrer Substanz und Lebens­fä­hig­keit sichert.1Dangschat, Jens: Symbo­li­sche Macht und Habitus des Ortes. Die ‚Archi­tektur der Gesell­schaft’ aus Sicht der Theorie(n) sozialer Ungleich­heit von Pierre Bourdieu, in: Fischer, Joachim / Delitz, Heike: Die Archi­tektur der Gesell­schaft. Theorien für die Archi­tek­tur­so­zio­logie, Bielefeld 2015, S. 311–342. ↩︎

Durch die besondere Sozia­lität und die vielen Kommu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keiten, die das Quartier in der Stadt ermög­li­chen kann, kommt den Vierteln im Kontext der Gesamt­stadt besondere Bedeutung zu: Für die vielen gravie­renden Probleme, mit denen der Körper der Stadt jetzt und in Zukunft zu kämpfen hat, könnte die Körnungs­größe des über­schau­baren Stadt­teils einen inten­siven Kompe­tenz­aufbau und Erfah­rungs­aus­tausch der Bürger ermög­li­chen, der für die Ausbil­dung der Quartiere als soziale, ökolo­gi­sche und demo­kra­ti­sche Ressource nötig ist. Das 24. Berliner Gespräch widmet sich diesen drei Aspekten des städ­ti­schen Quartiers mit der Absicht, aus der kriti­schen Bestands­auf­nahme eine poli­ti­sche Initia­tive zu entwi­ckeln, die die Zukunft unserer Städte, unserer Gesell­schaft und eines gelin­genden Lebens in die Zukunft verlän­gert.

Das Quartier als sozialer Kata­ly­sator

Das Quartier als sozialer Kata­ly­sator, Foto: onnola (via Flickr / CC BY-SA 2.0)

Quartiere können aufgrund ihrer über­schau­baren Bevöl­ke­rungs­zahl, ihres mehr oder weniger homogenen Wohn­um­felds, mit Hilfe ihrer Infra­struktur und durch die Versor­gung mit Einkaufs- und Dienst­leis­tungs­an­ge­boten Formen von Nach­bar­schaften mit hoher Lebens­qua­lität sein. In den Städten der Gegenwart gewinnt das nahe Wohn­um­feld als Wohn- und Lebens­raum für eine gemischt struk­tu­rierte Bevöl­ke­rung, für die Nahver­sor­gung und durch das Angebot von Sport‑, Freizeit‑, Bildungs‑, Ausbil­dungs- und Pfle­ge­an­ge­boten sowie Versor­gungs- und Kontakt­stütz­punkten immer größere Bedeutung. Der ehren­amt­liche Einsatz von Bürgern, ohne den viele notwen­dige Sozi­al­ein­rich­tungen heute nicht mehr funk­tio­nieren würden, wird vor allem durch das Heimat- und Verant­wor­tungs­ge­fühl der Quar­tiers­be­wohner motiviert. Erst persön­liche Verbun­den­heit, also personale Verbind­lich­keit und das indi­vi­du­elle Bewusst­sein für eine kollek­tive Verant­wor­tung für das Ganze, erzeugt soziales und poli­ti­sches Enga­ge­ment.2 Die Empfin­dung sozialer Verant­wor­tung kann sich in der nach­bar­schaft­li­chen Sorge um Kinder, Senioren, Kranke und sozial Schwä­chere nieder­schlagen und neben der indi­vi­du­ellen Sorge bis in den insti­tu­tio­nellen Bereich führen: Mittags- und Abend­kü­chen, nach­bar­schaft­liche Hilfen und Dienst­leis­tungen wie Repair­shops, Haus­auf­gaben- und Einkaufs­hilfen, Haus­tier­für­sorge, private Kinder­gärten, Formen der Alten- und Kran­ken­pflege beruhen schon jetzt oft wesent­lich auf ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment. Mit der zuneh­menden Über­for­de­rung der öffent­li­chen Hand durch die Wohl­fahrts­pflege bekommt das Ehrenamt, die frei­wil­lige soziale Leistung, eine neue, gesell­schafts­tra­gende Bedeutung, die auf poli­ti­scher Seite erheblich unter­schätzt wird. Zentrum dieses ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments sind die Quartiere, deren Struktur und Infra­struktur diese Form gegen­sei­tiger bürger­schaft­li­cher Hilfe ermög­li­chen und erleich­tern müssen.Vgl. bspw. Becker, Martin: Lebens­qua­lität im Stadt­quar­tier. Evalua­ti­ons­studie über die Stadtteil- und Fami­li­en­zen­tren in Offenburg, (Diss.), Freiburg 2003. ↩︎

Besonders älteren Mitbür­gern bietet das Quartier glei­cher­maßen gute Voraus­set­zungen für ihr Enga­ge­ment wie auch für ein würde­volles Altern in vertrauter Umgebung.3 Ältere Menschen sind nach empi­ri­schen Erkennt­nissen weitaus stärker sozial aktiv als es die Öffent­lich­keit vielfach wahrnimmt. Inte­grierte Wohn­struk­turen, die ein indi­vi­du­elles und selbst­be­stimmtes Leben für ältere Menschen mit Hilfe, Pflege- und Unter­stüt­zungs­be­darf im eigenen Quartier ermög­li­chen, geben Älteren die Chance, ihr Leben selbst­be­stimmt zu gestalten, in einer Gemein­schaft mit einer stabilen Nach­bar­schaft zu leben und Formen des Zusam­men­le­bens über die Gene­ra­tionen hinweg erproben zu können. Neue inte­gra­tive Angebote für „sorgende Gemein­schaften“ stoßen jedoch in Deutsch­land auf zahl­reiche insti­tu­tio­nelle Hürden. Vor allem scheint es schwer zu sein, auf Quar­tiers­ebene klein­teilig vernetzte Versor­gungs­struk­turen einzu­richten, die notwen­dige Versor­gungs- und Dienst­leis­tungen einschließ­lich Pflege und Betreuung innerhalb eines Quartiers anbieten.4Vgl. bspw. das umfas­sende „Rahmen­kon­zept für eine senio­ren­ge­rechte Quar­tiers­ent­wick­lung“ des Kreises Mettmann (2013), https://​www​.mettmann​.de/​p​d​f​/​r​a​h​m​e​n​k​o​n​z​e​p​t​/​q​u​a​r​t​i​e​r​s​e​n​t​w​i​c​k​l​ung, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎Siehe Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Wirt­schafts- und Sozi­al­po­litik (Hrsg.): Das soziale Quartier – Quar­tiers­po­litik für Teilhabe, Zusam­men­halt und Lebens­qua­lität, Bonn 2016. ↩︎

Das Quartier als ökolo­gi­sche Oase
Die verschie­denen Quar­tiers­typen haben unter­schied­liche Poten­ziale bei der Anwendung von Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kon­zepten.5 Das Zusam­men­rechnen von ener­ge­ti­schen Kenn­größen im Quar­tiers­zu­sam­men­hang ermög­licht einen unter­schied­li­chen Umgang mit der Bausub­stanz des Bestands und des möglichen Neubaus. Schlecht gedämmte, aber ästhe­tisch wertvolle Gebäude können anders behandelt werden als durch­schnitt­liche Bauten des Bestands und Neubauten, so dass in der Summe sowohl eine Verbes­se­rung der ener­ge­ti­schen Bilanz wie auch eine Bewahrung der archi­tek­to­ni­schen Beson­der­heiten und Charak­te­ris­tika eines Quartiers möglich sind.Vgl. Reicher, Christa / Schmidt, Anke: Handbuch Ener­gie­ef­fi­zienz im Quartier. Clever versorgen, umbauen, akti­vieren, Wiesbaden 2020. ↩︎

Das Quartier als ökolo­gi­sche Oase, Foto: Geoff Peters (via Flickr / CC BY 2.0)

Außerdem können ökolo­gi­sche Stra­te­gien und Methoden auf Quar­tiers­ebene einge­setzt werden, die auf dem wach­senden Bewusst­sein lokaler Gruppen für ökolo­gi­sche Problem­lagen aufbauen und eine hohe Chance des effi­zi­enten Einsatzes haben. Die Verant­wor­tung für den sorg­fäl­tigen Umgang mit mate­ri­ellen und ener­ge­ti­schen Ressourcen lässt sich am besten in einem nach­bar­schaft­li­chen Umfeld erreichen, in dem sich – eher als in der Gesamt­stadt – durch gute Beispiele brei­ten­wirk­same Verbes­se­rungen erzielen lassen.6 Ener­gie­ef­fi­zi­ente Haushalte mit Müll­ver­mei­dung und Reste­ver­wer­tung, Recycling und Upcycling, klima­scho­nendes Leben und Wirt­schaften sind eher durch gute, erfahr­bare, nach­voll­zieh­bare Beispiele zu vermit­teln als durch Rege­lungs­ver­fahren. Das Quartier mit seinen perso­nalen Bezie­hungen eignet sich hervor­ra­gend als Basis für kleine, über­schau­bare Expe­ri­mente und Projekte, die sich bei ihrem Gelingen als anregend zur Nach­ah­mung erweisen können.Vgl. bspw. Deutsche Umwelt­hilfe (Hrsg.): Lebens­werte Stadt­quar­tiere durch Umwelt­ge­rech­tig­keit. Ein Hand­lungs­leit­faden für Zivil­ge­sell­schaft und Kommunen. Texte und Redaktion: Elisabeth Gal, Elke Jumpertz, Robert Spreter (DUH), o. O. 2015. ↩︎

Das Quartier als Basis der Demo­kratie
Die besondere Bedeutung des Quartiers muss sich wahr­schein­lich auch in der gesell­schaft­lich-poli­ti­schen Konzep­tion der Kommune ausdrü­cken. Es fragt sich, ob Quartiere im poli­ti­schen Geflecht der Stadt eine größere Eigen­stän­dig­keit mit eigener poli­ti­scher Verant­wor­tung in bestimmten Teil­be­rei­chen bekommen können, die schließ­lich zu einer ausge­wo­genen Reprä­sen­tanz enga­gierter und in ihrem lokalen Rahmen kennt­nis­rei­cher und erfah­rener Stadt­be­wohner im kommu­nalen Parlament führen würde.7Schnur, Olaf / Drilling, Matthias / Niermann, Oliver (Hrsg.): Quartier und Demo­kratie. Theorie und Praxis lokaler Parti­zi­pa­tion zwischen Fremd­be­stim­mung und Grasroots, Wiesbaden 2019, https://doi.org/10.1007/978–3‑658–26235‑8, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎

Eine gelin­gende Quar­tiers­struktur zeigt sich in der Betei­li­gung breiter Bevöl­ke­rungs­kreise an der stadt­pla­ne­ri­schen, sozialen und kultu­rellen Entwick­lung der Stadt­teile. Dahinter steht die Erwartung, durch starkes Interesse am Stadt­teil­ge­schehen und gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment im Viertel auch die poli­ti­sche Betei­li­gung auf Stadt­ebene fördern zu können. Quar­tiers­weise ließe sich so also in der gesamten Stadt eine stärkere Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung und damit viel­leicht mehr Verant­wor­tungs­be­wusst­sein für die gesell­schaft­liche Gemein­schaft erreichen.8Kuder, Thomas: Lokale Demo­kratie, in: Schnur et​.al. (wie Anm. 7), S. 29ff. ↩︎

Das Quartier als Basis der Demo­kratie, Foto: News Øresund – Peter Mulvany (via Wikimedia / CC BY 2.0)

Dabei ist zu überlegen, ob Quartiere eine partielle Autonomie bei bestimmten, vor allem sie selbst betref­fenden kommu­nalen Vorgängen bekommen können. Das indes hätte eine andere dezen­trale poli­ti­sche, orga­ni­sa­to­ri­sche und ökono­mi­sche Struktur der Stadt zur Voraus­set­zung, die mehr als bisher auf lokales Exper­ten­wissen zurück­greift, ohne regionale und nationale Aspekte der Stadt­po­litik außer acht zu lassen.9 Bislang fehlen jedoch für eine solche Kommu­nal­re­form sowohl die räum­li­chen, ökono­mi­schen wie poli­ti­schen Gege­ben­heiten. Erste Ansätze dazu werden nur am Rande der Quar­tiers­be­we­gung disku­tiert und lediglich in ersten Schritten – wie zum Beispiel durch die Berliner L.I.S.T. (Lösungen im Stadtteil, Stadt­teil­ent­wick­lungs­ge­sellschft mbH)10 erwogen und im Hamburger Gänge­viertel umgesetzt.11 Eine echte Teil­au­to­nomie – wie sie in Kopen­hagen in der „Freistadt“ Chris­tiania mit ihrem Plenum (Fælles­møde), Gebiets­sit­zungen (Områ­de­møde), einer separaten Sozial- und Gesund­heits­po­litik, Post und Stra­ßen­rei­ni­gung und der eigenen Währung „Løn“ von den dänischen Behörden geduldet wird 12–, ist für die Quartiere in der Bundes­re­pu­blik nicht in Sicht.Vgl. zu Teil­aspekten einer „Verant­wor­tungs­ge­sell­schaft“: Gohl, Chris­to­pher: Bürger­ge­sell­schaft als poli­ti­sche Ziel­per­spek­tive, in: Aus Politik und Zeit­ge­schichte, B. 6 – 7, 2001, S. 5ff.ale Demo­kratie, in: Schnur et​.al. (wie Anm. 7), S. 29ff. ↩︎Ausdrück­lich gehört es zum Selbst­ver­ständnis des Quar­tiers­ma­nage­ments von L.I.S.T., sowohl „Vereine, Initia­tiven und Gremien zu unter­stützen, in denen sich Bewoh­ne­rinnen und andere an der Quar­tiers­ent­wick­lung inter­es­sierte Menschen vernetzen und selbst orga­ni­sieren“, wie auch „(kommunale) Unter­nehmen und Einrich­tungen vor Ort zu gewinnen, weitere Verant­wor­tung für die Quar­tiers­ent­wick­lung und bestimmte Funk­tionen zu über­nehmen“ (www​.list​-gembh​.de/​s​t​a​d​t​t​e​i​l​e​n​t​w​i​c​k​l​u​n​g​/​q​u​a​r​t​i​e​r​s​m​a​n​a​g​e​m​ent, Seiten­aufruf: 09.01.2020). ↩︎Vgl. den einschlä­gigen Beitrag in dieser Ausgabe, S. 54–59). ↩︎Siehe zuletzt: Sonnen­schein, Ulrich: Idea­listen, Dealer und Verrückte. Im Zentrum Kopen­ha­gens lebt der Freistaat Chris­tiania nach eigenen Regeln, in: Meißner, Joachim / Mayer-Kahrweg, Dorothea / Sarkowicz, Hans (Hrsg.): Gelebte Utopien. Alter­na­tive Lebens­ent­würfe, Frankfurt am Main 2001, S. 296ff., siehe auch: www​.chris​tiania​.org, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎

Prof. Andreas Denk (*1959) studierte Kunst­ge­schichte, Städtebau, Technik‑, Wirt­schafts- und Sozi­al­ge­schichte sowie Vor- und Früh­ge­schichte in Bochum, Freiburg i. Brsg. und in Bonn. Er ist Archi­tek­tur­theo­re­tiker und ‑histo­riker und Chef­re­dak­teur dieser Zeit­schrift und lehrt Archi­tek­tur­theorie an der Tech­ni­schen Hoch­schule Köln. Er lebt in Bonn und arbeitet in Köln und Berlin.

  1. Dangschat, Jens: Symbo­li­sche Macht und Habitus des Ortes. Die ‚Archi­tektur der Gesell­schaft’ aus Sicht der Theorie(n) sozialer Ungleich­heit von Pierre Bourdieu, in: Fischer, Joachim / Delitz, Heike: Die Archi­tektur der Gesell­schaft. Theorien für die Archi­tek­tur­so­zio­logie, Bielefeld 2015, S. 311–342. ↩︎
  2. Vgl. bspw. Becker, Martin: Lebens­qua­lität im Stadt­quar­tier. Evalua­ti­ons­studie über die Stadtteil- und Fami­li­en­zen­tren in Offenburg, (Diss.), Freiburg 2003. ↩︎
  3. Vgl. bspw. das umfas­sende „Rahmen­kon­zept für eine senio­ren­ge­rechte Quar­tiers­ent­wick­lung“ des Kreises Mettmann (2013), https://​www​.mettmann​.de/​p​d​f​/​r​a​h​m​e​n​k​o​n​z​e​p​t​/​q​u​a​r​t​i​e​r​s​e​n​t​w​i​c​k​l​ung, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎
  4. Siehe Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Wirt­schafts- und Sozi­al­po­litik (Hrsg.): Das soziale Quartier – Quar­tiers­po­litik für Teilhabe, Zusam­men­halt und Lebens­qua­lität, Bonn 2016. ↩︎
  5. Vgl. Reicher, Christa / Schmidt, Anke: Handbuch Ener­gie­ef­fi­zienz im Quartier. Clever versorgen, umbauen, akti­vieren, Wiesbaden 2020. ↩︎
  6. Vgl. bspw. Deutsche Umwelt­hilfe (Hrsg.): Lebens­werte Stadt­quar­tiere durch Umwelt­ge­rech­tig­keit. Ein Hand­lungs­leit­faden für Zivil­ge­sell­schaft und Kommunen. Texte und Redaktion: Elisabeth Gal, Elke Jumpertz, Robert Spreter (DUH), o. O. 2015. ↩︎
  7. Schnur, Olaf / Drilling, Matthias / Niermann, Oliver (Hrsg.): Quartier und Demo­kratie. Theorie und Praxis lokaler Parti­zi­pa­tion zwischen Fremd­be­stim­mung und Grasroots, Wiesbaden 2019, https://doi.org/10.1007/978–3‑658–26235‑8, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎
  8. Kuder, Thomas: Lokale Demo­kratie, in: Schnur et​.al. (wie Anm. 7), S. 29ff. ↩︎
  9. Vgl. zu Teil­aspekten einer „Verant­wor­tungs­ge­sell­schaft“: Gohl, Chris­to­pher: Bürger­ge­sell­schaft als poli­ti­sche Ziel­per­spek­tive, in: Aus Politik und Zeit­ge­schichte, B. 6 – 7, 2001, S. 5ff.ale Demo­kratie, in: Schnur et​.al. (wie Anm. 7), S. 29ff. ↩︎
  10. Ausdrück­lich gehört es zum Selbst­ver­ständnis des Quar­tiers­ma­nage­ments von L.I.S.T., sowohl „Vereine, Initia­tiven und Gremien zu unter­stützen, in denen sich Bewoh­ne­rinnen und andere an der Quar­tiers­ent­wick­lung inter­es­sierte Menschen vernetzen und selbst orga­ni­sieren“, wie auch „(kommunale) Unter­nehmen und Einrich­tungen vor Ort zu gewinnen, weitere Verant­wor­tung für die Quar­tiers­ent­wick­lung und bestimmte Funk­tionen zu über­nehmen“ (www​.list​-gembh​.de/​s​t​a​d​t​t​e​i​l​e​n​t​w​i​c​k​l​u​n​g​/​q​u​a​r​t​i​e​r​s​m​a​n​a​g​e​m​ent, Seiten­aufruf: 09.01.2020). ↩︎
  11. Vgl. den einschlä­gigen Beitrag in dieser Ausgabe, S. 54–59). ↩︎
  12. Siehe zuletzt: Sonnen­schein, Ulrich: Idea­listen, Dealer und Verrückte. Im Zentrum Kopen­ha­gens lebt der Freistaat Chris­tiania nach eigenen Regeln, in: Meißner, Joachim / Mayer-Kahrweg, Dorothea / Sarkowicz, Hans (Hrsg.): Gelebte Utopien. Alter­na­tive Lebens­ent­würfe, Frankfurt am Main 2001, S. 296ff., siehe auch: www​.chris​tiania​.org, Seiten­aufruf: 09.01.2020. ↩︎
Das Quartier als sozialer Kata­ly­sator, Foto: onnola (via Flickr / CC BY-SA 2.0)
Das Quartier als ökolo­gi­sche Oase, Foto: Geoff Peters (via Flickr / CC BY 2.0)
Das Quartier als Basis der Demo­kratie, Foto: News Øresund – Peter Mulvany (via Wikimedia / CC BY 2.0)