Der Himmel über Berlin

BDA Berlin: Aufruf zur Teilnahme

Der BDA Berlin ruft BDA-Kolle­ginnen und Kollegen sowie einige geladene Externe bis Montag, 23. November, 15.00 Uhr, dazu auf, sich mit Beiträgen am sechsten Teil der Reihe Vier­zi­gauf­vierzig zu betei­ligen. Vier­zi­gauf­vierzig wird vom Landes­ver­band als ein Beitrag der BDA-Galerie zur Archi­tektur- und Städ­te­bau­dis­kus­sion in Berlin verstanden. Die Teil­nehmer sind dabei gebeten, zu rele­vanten Fragen der baulichen Entwick­lung der Stadt skiz­zen­haft im Format der klas­si­schen Papier­ser­vi­ette (die namens­ge­benden 40 auf 40 Zenti­meter) ihre Position zu formu­lieren und im Rahmen einer Ausstel­lung zur Diskus­sion zu stellen.

Alle Beiträge werden in der BDA Galerie präsen­tiert und im Rahmen der Ausstel­lungs­er­öff­nung durch externe Kritiker kommen­tiert. Dabei geht es um ein Forum von Ideen, nicht jedoch um einen klas­si­schen Ideen­wett­be­werb. „Statt auf aufwen­dige und ausfor­mu­lierte Beiträge zielen wir über das Medium der spontanen Entwurfs­skizze auf die noch fragile Inten­sität eines ersten Entwurfs­ge­dan­kens: Wir erwarten poin­tierte State­ments, mit denen sich der BDA Berlin als Zusam­men­schluss von Archi­tekten präsen­tiert, die sich mit der Stadt ausein­an­der­setzen und ihre Ideen in den öffent­li­chen Diskurs einbringen“, so das Kura­to­rium der von Andrew Alberts, Armin Behles, Urs Füssler und Heike Hanada initi­ierten und konzi­pierten Reihe.

Titel der aktuellen Ausgabe ist „Der Himmel über Berlin“. Berlin, so die These, strebt in die Höhe. Immer mehr Baulücken werden geschlossen, die Grenzen einer flächigen Nach­ver­dich­tung kommen in Sicht. Ökono­mi­scher Druck und der poli­ti­sche Wille, fehlenden Wohnraum zu gene­rieren, führen dazu, dass die bindende Kraft der berühmten Berliner Traufe schwindet. Hoch­häuser waren bis vor kurzem nur an wenigen promi­nenten Orten gewollt, aber mangels Nachfrage kaum durch­setzbar. Seit einigen Jahren nun sprießen allerorts neue Türme in die Höhe: für Büros, Hotels und auch für Wohnungen. Ob als Solitäre oder als Trans­for­ma­tion des Blocks – hohe Häuser erobern den Raum über der Stadt.

„Wir vermissen nicht nur Konzepte, wir vermissen Stadt­vi­sionen!“ so die Macher von vier­zi­gauf­vierzig. Davon ausgehend stehen für sie einige Fragen im Raum: „Welche Alter­na­tiven gibt es zu einer hori­zon­talen Verdich­tung, die die Stadt möglichst lückenlos mit der Traufhöhe von 22 (respek­tive 25) Metern flächen­de­ckend bebaut und dafür den letzten freien Boden opfert? Lässt sich statt­dessen eine vertikale Erwei­te­rung, eine strin­gente senk­rechte Struktur in Ergänzung zum Berliner Block denken? Was für mögliche und sinnvolle Formen der Stadt­er­wei­te­rung lassen sich reali­sieren? Wo und wie zeigen sie sich im Plan der Stadt? Was könnte dies für die Stadt bedeuten, jenseits der Wirk­sam­keit inter­es­santer Einzel­fälle? Was für ein Raum entsteht über der alten Stadt? Wem soll er dienen und wem soll er gehören?“

Im Rahmen der Reihe bittet nun also das Kura­to­rium der BDA-Galerie Berlin um eine Vision für die Stadt über der Stadt. Der Beitrag wird in Skiz­zen­form im Format 40cm x 40cm erbeten – die Arbeits­form und das Material sind dabei frei bestimmbar (alle Beiträge werden zur Präsen­ta­tion in der BDA Galerie ausge­stellt und sollten für eine Wand­hän­gung vorbe­reitet sein). Sämtliche Beiträge werden im Blog des BDA Berlin veröf­fent­licht. Auch die früheren Beiträge von Vier­zi­gauf­vierzig sind dort einsehbar. Weitere Infor­ma­tionen gibt es per Mail über Andrew Alberts.
Red.

 

Vier­zi­gauf­vierzig 06. Der Himmel über Berlin
Ausstel­lungs­er­öff­nung: Donnerstag, 26. November, 19.00 Uhr
Ausstel­lung: 26. November – 31. Dezember
BDA Galerie
Momm­sen­straße 64
10629 Berlin

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