Die Form der Vielfalt
Superdiversität als räumliche Aufgabe für den Wohnungsbau
Die Humangeographin Sakura Yamamura beschreibt in ihrem Beitrag, wie sich mit zunehmender Mobilität und Migration neue soziale und räumliche Gewohnheiten herausbilden. Die sogenannte Superdiversität verändert nicht nur Städte und Nachbarschaften, sondern auch die alltäglichen Räume des Wohnens. Was bedeutet Zusammenleben in Vielfalt – und wie kann Architektur darauf reagieren?
Zuhause im Zuhause der Anderen: „Ich arbeite hier, ich lebe hier, ich bin zuhause, aber es ist nicht mein Zuhause. Es ist ihres“, sagt Jenny, während sie das Frühstück der Kinder wegräumt, die gerade zur Schule gegangen sind. Seit einem Jahr wohnt sie im Haus der McAllisters in Tokyo, nachdem sie die Familie zuvor über vier Jahre von Singapur aus begleitet hatte. Als philippinische Haushaltshilfe durfte sie mitziehen, die Kinder wollten nicht auf sie verzichten. „Ich mache meine Arbeit gut, ich gehöre zur Familie“, erzählt sie stolz und beschreibt ihre unverzichtbare Rolle im Familienalltag. Die McAllisters nennen es Glück, dass Japan kürzlich ein Programm einführte, das Jennys Mitumzug ermöglichte.
So gewöhnlich und alltäglich diese Szene auch gerade in einer Global City wie Singapur, Tokyo oder New York erscheint, verbergen sich mehrere Dimensionen sozialräumlicher Spannungen in ihr, die die Folgen der sogenannten Superdiversifizierung der gegenwärtigen Gesellschaft abbilden und auch für die kontemporären wohnbaulichen Gewohnheiten von hoher Relevanz sind. Die Humangeographie beschäftigt sich – um die Begrifflichkeit dieser Ausgabe aufzugreifen – mit den sozialräumlichen Gewohnheiten und deren Transformationen in Zeiten der Globalisierung, Mobilität und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Diversifizierung.
Superdiversität als gegenwärtiges Gesellschaftsphänomen
Superdiversität bezeichnet die durch globale Migration hervorgebrachte Vielfalt urbaner Gesellschaften. Gemeint ist damit nicht allein die Zunahme an Menschen in Bewegung und an Herkunftsländern, sondern ebenso die Pluralität individueller Merkmale – wie Geschlecht, Religion, Alter, körperliche oder psychische Dispositionen – sowie migrationsrelevante Dimensionen wie Aufenthaltstitel, rechtlicher Status oder Migrationskanäle (Vertovec, 2023). Waren es beispielsweise in der deutschen Nachkriegsgeschichte vor allem junge, gesunde Männer, die als Gastarbeiter in den 1960er- und 1970er-Jahren aus den Anwerbeländern Südeuropas und der Türkei kamen, beobachten wir heutzutage eine vielfach heterogenere Gruppe. Es handelt sich bei den Migrantinnen und Migranten um hochqualifizierte IT-Blue-Card-Inhabende aus Südasien oder hochqualifizierte Personen aus allen möglichen Ländern weltweit, transnationale Familien, internationale Studierende, EU-Zugewanderte aus Südosteuropa, oder auch Geflüchtete aus unterschiedlichsten Ländern. Wird diese migrationsbezogene Diversität mit den individuellen Merkmalen kombiniert, die durch Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft (Beck-Gernsheim, 1990) geprägt sind, entsteht Superdiversität, besonders im urbanen Raum.
Die Relevanz dieses Konzepts liegt nicht nur in seiner analytischen Schärfe, sondern im Forschungsfeld, das sich um die Frage des Zusammenlebens in Differenz herausgebildet hat. Aus dem Scheitern staatlicher Multikulturalismus-Politiken und den Integrationsdebatten bis in die frühen 2000er-Jahre entwickelte sich eine neue Perspektive: die der Konvivialität (Gilroy, 2004). Damit verschob sich der Blick von makropolitischen Auseinandersetzungen hin zum Alltäglichen, scheinbar Banalen, das in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit rückte. Im Zentrum dieser Forschung stehen die neuen gesellschaftlichen „Gewohnheiten“ im Umgang mit sozialen Differenzen. Vor allem in der Soziologie und der Ethnologie wird untersucht, wie das Zusammenleben und auch die Orte der Begegnungen von Differenzen – insbesondere im öffentlichen Raum – gestaltet werden (Wessendorf, 2016). Während jedoch die Relevanz des Sozialraums identifiziert wurde, fanden weitere räumliche Perspektiven zunächst nur geringe Beachtung.
Humangeographische Perspektive auf räumliche Phänomene
Bis hierher wurde die Superdiversität vorwiegend als urbanes Phänomen behandelt. Um die Folgen der Superdiversität für die räumliche Mikroebene der Konvivialität zu verstehen – was dann direkt auch den Wohnbau betrifft –, soll die humangeographische Herangehensweise an dieser Stelle kurz erläutert werden.
Die Besonderheit der humangeographischen Perspektive auf urbane Diversität liegt in der Analyse des (sozial-)räumlichen Phänomens auf verschiedenen Maßstabsebenen (Multiskalarität). Sie kontextualisiert globale Prozesse wie die allgemeine Globalisierung und Pluralisierung der Gesellschaft sowie deren Verflechtungen mit internationaler Politik und Wirtschaftsstrukturen. Auf nationaler Ebene rücken migrations- und sozialpolitische Eigenheiten in den Blick, während auf regionaler Ebene Unterschiede in Raumplanung und Förderprogrammen untersucht werden. Schließlich analysiert sie die lokale Ebene, in der sich gesellschaftliche Transformationen im Stadtraum räumlich ausprägen. Diese gesamtgesellschaftliche Gewohnheitsänderung zur Superdiversität wirkt sich nicht nur auf die Gestalt und Gestaltung des Stadtraums aus, sondern reicht bis in die kleinste Mikroebene – die des Wohnraums.

Globale und Makro-Dimensionen
Globale Migration ist längst kein Ausnahmephänomen mehr, sondern prägt als alltägliche Mobilität die sozialen, politischen und räumlichen Strukturen der Gegenwart. Transnationale Mobilität, also das Überschreiten nationalstaatlicher Grenzen, verbunden mit Pendeln zwischen mehreren Orten, ist besonders durch die technische Entwicklung der IT und Kommunikationsmedien sowie des Transports – von Billigfliegern bis zu Interkontinentalflügen – längst zur Gewohnheit der globalisierten Gesellschaft geworden. Hiermit einher geht die Zunahme an hochmobilen Individuen, Familien und Communities, die in ihrem gewohnten Alltag in diversen sozialräumlichen Konstellationen leben. Darunter fallen transnationale Familien, die alle paar Jahre international umziehen, die Freundschaften durch soziale Medien und Besuche aufrechterhalten sowie ihren Sozialraum mit immobilen Personen erweitern – wie etwa durch Gutenachtgeschichten der Großeltern per Videoanruf. Auch gehört zu solchen neuen Gewohnheiten der Superdiversität die Zunahme an multilokalen Familien, bei denen beispielsweise eine Mutter als Gastarbeiterin in einem anderen Land lebt, oder auch ein Vater, der als Geschäftsführer durch die Weltgeschichte jettet und seine Kinder ebenso nur selten sieht.
Während solche Konstellationen immer gewöhnlicher werden, sind dabei auch die Ungleichheiten in der Ursache und Umsetzung solcher Mobilitäten nicht zu vernachlässigen. Ungleichheiten sind multidimensional: Faktoren wie Geschlecht, Klasse oder Herkunft machen Migration zur Notwendigkeit, zum Privileg oder sogar Lifestyle. Auch sind gerade die räumlichen Verteilungen von globaler Mobilität sehr unterschiedlich. Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen sozialen Differenzen, die sich auch räumlich niederschlagen, werden besonders von der feministischen und kritischen Geographie beleuchtet (Massey, 2013) und finden sich besonders in den letzten Jahren auch in der geographischen Debatte um Intersektionalität und Raum wieder (Valentine, 2007; Hopkins, 2019; Yamamura, 2025).
Nationale und regionale Dimensionen
Trotz des globalen Phänomens der Migration und der zunehmenden grenzüberschreitenden Mobilität sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen Ungleichheiten, bleibt der Kern der Steuerungsmechanismen eine nationalpolitische Angelegenheit. Es sind die nationalen Migrations- und schließlich auch die Integrationspolitiken, die Mobilität überhaupt zulassen, Gruppen über Asyl‑, Arbeits- oder Visapolitik selektieren, das Miteinander und die gesellschaftlichen Debatten um Diversität prägen und Grenzen ziehen. Grenzen, die nicht nur politisch-administrative Ländergrenzen betreffen, sondern auch Grenzen und Spaltungen in der Gesellschaft. So werden auf nationaler Ebene, wie es bei der EU-Erweiterung geschah und unlängst wieder im Kontext des Ukrainekriegs als Debatte entfachte, trotz des transnationalen EU-Rahmens der Zugang zu Bildung, Gesundheit und auch Wohnen reguliert.
Im deutschen Föderalstaat ist das Zusammenspiel von nationalen und regionalen Politiken besonders bedeutsam. Wohnungsbaupolitiken und Förderungen, die sich nach regionalen Vorgaben richten, sind aus der Praxis allgemein bekannt. Der zusätzliche Aspekt jedoch, der aus der humangeographischen Migrations- und Diversitätsforschung hinzugefügt werden kann und sollte, ist der besondere Zusammenhang zwischen den nationalen und regionalen Politiken, den Akteuren und Akteurinnen sowie die sozialräumliche Ausprägung der Diversität. Nationale Migrationspolitiken schaffen nicht nur abstrakte Rahmenbedingungen, sondern greifen, oft in Verbindung mit regionalen Förderprogrammen, direkt in die sozialräumliche Realität ein (Yamamura, 2022b). Historisch lässt sich dies an den Arbeitersiedlungen der 1960er-Jahre beobachten, etwa in Wolfsburg, wo süditalienische Gastarbeiter und später ihre Familien das Stadtbild mitprägten. Vergleichbar führen heutige Politiken zur gezielten Ansiedlung von internationalen Start-Up-Communities oder Wohnheimen für Arbeiter und Arbeiterinnen, wodurch Architektur und Stadtplanung selbst zu Instrumenten migrationsbezogener Steuerung werden.
Urbane und lokale Dimensionen

Schließlich ist die lokale Ebene die wichtigste Perspektive der Humangeographie. Wie bereits oben erwähnt, ist Superdiversität ein besonderes Phänomen gerade in Weltmetropolen und Großstädten. Auf dieser lokalen Ebene zeigt sich Superdiversität in der städtebaulichen und sozialräumlichen Realität durch die ungleiche Verteilung von migrierenden Menschen über Stadtteile, wodurch Spannungen zwischen Segregation und Integration entstehen. Hinzu kommt der oft eingeschränkte Zugang zum Wohnungsmarkt mit steigenden Preisen, Konkurrenz und Prozessen wie der Gentrifizierung. Im Alltag prägt Diversität schließlich Nachbarschaften und gemeinschaftliche und öffentliche Räume ebenso wie die konviviale Nutzung von Parks, Straßen und Wohnumgebungen. Änderungen von „Gewohnheiten“ im Miteinander sind gerade auf lokaler Ebene zentral – ein Schlüssel für Konvivialität in urbaner Diversität.
Für Architektinnen und Architekten ist dies vertrautes Terrain, doch die humangeographische Perspektive verdeutlicht, wie stark lokale Dynamiken zugleich global verflochten sind. So wird Gentrifizierung zunehmend als transnationales Phänomen verstanden: Aufwertungsprozesse führen lokal zu Verdrängung, während internationale Investoren ganze Quartiere prägen und eine „transnationale Gentrifizierung“ erzeugen (Hayes & Zaban, 2020). Ein weiteres, mehrere Maßstabsebenen umfassendes Phänomen betrifft die Umsetzung urbaner Diversität und die sozialräumliche Integration unterschiedlicher migrantischer Gruppen durch nationale Politiken, die in Debatten um „differenzielle Inklusion“ diskutiert wird (Ye & Yeoh, 2022; Yamamura, 2022a). In Singapur etwa führt die Zweiteilung der Migrantinnen und Migranten in einerseits hochqualifizierte, erwünschte und andererseits niedrigqualifizierte, nur temporär geduldete Arbeitskräfte, zu klar getrennten Integrationen im Stadtraum. Ähnliche klassen- oder skills-bezogene Differenzierungen entstehen auch in westeuropäischen Städten – nicht nur durch den Staat, sondern auch durch Wohnungsmarkt und Gesellschaft. Räumliche Differenzen, in denen einerseits positiv bewertete transnationale Nachbarschaften hochqualifizierter Zugewanderter existieren und andererseits stigmatisierte, marginalisierte migrantische und migrantisierte Gruppen verdrängt werden, sind nicht nur lokal, sondern auch global verankert (Yamamura, 2022a) und markieren die Kehrseiten der häufig positiv konnotierten Superdiversität. Zunehmend betont die Forschung daher eine kritische Perspektive auf das Sozialräumliche, die Ungleichheiten und Diskriminierungen insbesondere im Zusammenspiel von Migration, Klasse, Geschlecht und weiteren Dimensionen der Intersektionalität in den Blick nimmt (Yamamura, 2025).
Konsequenzen für den Wohnbau
Was sind nun die Konsequenzen dieser neuen Formen der Vielfalt und der Superdiversität in der Gesellschaft für den Wohnbau und worin liegt ihre Relevanz? Die konkrete Antwort um die Gestaltung und Umgestaltung der baulichen Umwelt sollte zwar lieber den Fachleuten der Architektur überlassen werden, aber aus humangeographischer Migrations- und Diversitätsforschung können womöglich folgende drei Punkte einbezogen werden:
Zum einen ist mit der zunehmenden Diversität der Migrationsgeschehen und der damit einhergehenden Superdiversifizierung der Gesellschaft auch eine Vielfalt an Wohnformen zu beobachten. Diese reicht vom Dauergaststatus in Serviced Apartments oder bewachten Condominiums für Expats bis hin zu Quartieren für Arbeiter und Arbeiterinnen in Containern oder überbelegten Wohngemeinschaften. Die Formen des Wohnens spiegeln die soziale Stratifizierung wider und fordern mindestens ebenso vielfältige architektonische Antworten.
Zum anderen entstehen mit der allgemeinen Pluralisierung der Gesellschaft, ihren Lebensstilen und Beziehungsformen, neue Anforderungen an den Wohnungsbau. Es sind nicht nur klassische Kernfamilien zu berücksichtigen, sondern auch der Einbezug von Haushaltshilfen, wie anfangs beschrieben, oder multilokale Familien, die mehrere Wohnorte zugleich bewohnen. Auch neue Haushalts- und Gemeinschaftsformen – vom Wohnheim bis zur WG – fordern Anpassungen architektonischer Gewohnheiten.
Schließlich ist aus der kritischen intersektionalen Perspektive auf das Räumliche darauf hinzuweisen, dass sich die ineinander verwobenen Ungleichheiten und verräumlichten Machtverhältnisse in der Superdiversität auch auf der wohnbaulichen Ebene niederschlagen. Das Wie sei den Fachleuten überlassen, doch die Anpassung architektonischer Gewohnheiten verlangt eine diversitätssensible, in vielerlei Hinsicht inklusive Herangehensweise. Eine ausschließlich auf eine Diversitätsdimension – wie etwa physische Barrierearmut – fokussierte Bauweise ist für die zunehmend komplexe, superdiverse und von räumlicher Intersektionalität betroffene Gesellschaft kaum von nachhaltigem Nutzen.
Architektur kann Superdiversität nicht in einem einheitlichen Modell fassen. Aber sie kann Räume eröffnen, die Flexibilität, Vielfalt und ein Bewusstsein für Machtasymmetrien in sich tragen. Die Herausforderung liegt darin, Wohnbau nicht als starres Abbild zu verstehen, sondern als gestaltbaren Rahmen für vielfältige Formen der Konvivialität. Besonders hier sind interdisziplinäre Dialoge entscheidend – etwa mit der Humangeographie, die als weitere raumbezogene Disziplin eine produktive Partnerin darstellt. In der Verbindung ihrer räumlichen und multiskalaren Analyse der Vielschichtigkeit von Diversität mit architektonischer Gestaltung liegt das Potenzial, Superdiversität nicht nur zu beschreiben, sondern in der gebauten Umwelt konstruktiv zu verhandeln.
Prof. Dr. Sakura Yamamura studierte Geographie, Soziologie und Ethnologie an der Universität Hamburg, der Université de Paris 1 Sorbonne und der University of California Berkeley. Während ihrer Promotion in Humangeographie arbeitete sie unter anderem bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie als Lehrende an geographischen Instituten der Universitäten Hamburg und Kiel. Im Anschluss war sie Postdoktorandin am Max Planck Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Seit März 2022 ist Yamamura Professorin für Humangeographie an der RWTH Aachen. Mit Schwerpunkt auf kritischer Migrations- und Stadtforschung untersucht sie gesellschaftliche Transformationen und sozialräumliche Praktiken im urbanen Kontext.
Literatur
Beck, Ulrich & Beck-Gernsheim, Elisabeth (1990). Das ganz normale Chaos der Liebe. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Hayes, M., & Zaban, H. (2020). Transnational gentrification: The crossroads of transnational mobility and urban research. Urban Studies, 57(15), 3009 – 3024.
Hopkins, P. (2019). Social Geography I: Intersectionality. Progress in Human Geography 43 (5): 937 – 947.
Massey, D. (2013). Space, place and gender. John Wiley & Sons.
Valentine, G. (2007). Theorizing and Researching Intersectionality: A Challenge for Feminist Geography. The Professional Geographer 59 (1): 10 – 21.
Vertovec, S. (2023). Superdiversity: Migration and social complexity (p. 251). Taylor & Francis.
Wessendorf, S. (2016). Commonplace Diversity and the ‚Ethos of Mixing‘: Perceptions of Difference in a London Neighbourhood. Identities: Global Studies in Culture and Power 20 (4): 407 – 422.
Yamamura, S. (2022a). Transnational migrants and the socio-spatial superdiversification of the global city Tokyo. Urban Studies, 59(16), 3382 – 3403.
Yamamura, S. (2022b). From global city makers to global city-shapers: Migration industries in the global city networks. Urban Studies, 59(11), 2234 – 2254.
Yamamura, S. (2025). From intersecting to intersectional spaces: critical appreciation of urban (super-) diversity. Ethnic and Racial Studies, 48(9), 1823 – 1840.
Ye, J., & Yeoh, B. S. (2022). Migrant-led diversification and differential inclusion in arrival cities across Asia and the Pacific. Urban Studies, 59(16), 3243 – 3252.

Brian Goggin, Samson (1998), Sacramento International Airport, Kalifornien, Foto: Sacramento International Airport

Brian Goggin, Samson (1998), Sacramento International Airport, Kalifornien, Foto: Sacramento International Airport