Die Scha­len­bauer

Symposium zu Candela, Isler und Müther an der ETH Zürich

Félix Candela mit Enrique de la Mora und Fernando López Carmona, Kirche San Antonio de las Huertas, Mexico-City, 1956, Foto: AAM FA-UNAM, Fondo Enrique de la Mora y Palomar

Wie kaum eine andere Form hat der Beton­scha­lenbau seit der Nach­kriegs­zeit die Errun­gen­schaften der modernen Archi­tektur spek­ta­kulär in Szene gesetzt. Die Gesetze der Schwer­kraft scheinen darin beinahe ausge­he­belt. Als Meister dieser Konstruk­tionen gelten Félix Candela (1910–1997), Heinz Isler (1926–2009) und Ulrich Müther (1934–2007), deren Wirken in einem inter­na­tio­nalen Symposium an der ETH Zürich unter­sucht werden soll. Die Koope­ra­tion mit der Univer­sidad Nacional Autónoma de México (UNAM) und dem Müther-Archiv der Hoch­schule Wismar erlaubt dabei den Zugriff auf einzig­ar­tige Primär­quellen. (Der ursprüng­liche Termin am 27. und 28. März 2020 musste aufgrund des verstärkten Aufkom­mens des Corona-Virus verschoben werden. Ein Nachhol-Termin ist in Planung.)

Félix Candela, Bacardí-Mexico Bottling Plant, Mexico-City, 1958–60 (1. BA) und 1971 (2. BA), Foto: Bacardí-México Archive
Félix Candela, Bacardí-Mexico Bottling Plant, Mexico-City, 1958–60 (1. BA) und 1971 (2. BA), Foto: Bacardí-México Archive

Der fachliche Austausch unter den drei Zeit­ge­nossen, beispiels­weise in der Inter­na­tional Asso­cia­tion for Shell Struc­tures (IASS), machte auch vor den Grenzen der Welt­re­gionen und poli­ti­schen Systeme keinen Halt. Candela arbeitete in Mexiko und den USA, Isler in der Schweiz und Müther in der DDR. Bei allen Gemein­sam­keiten möchte das Symposium aber auch Unter­schiede heraus­ar­beiten, die über die abwei­chenden Ausbil­dungen des Archi­tekten Candela und der Inge­nieure Isler und Müther hinaus­gehen.

Heinz Isler mit Constantin Hilberer, Feuerlöscherfabrik Sicli, Genf, 1969, Rohbau, Foto: gta Archiv, ETH Zürich
Heinz Isler mit Constantin Hilberer, Feuer­lösch­erfa­brik Sicli, Genf, 1969, Rohbau, Foto: gta Archiv, ETH Zürich

Beim Blick ins Heute stellen die Orga­ni­sa­toren zum einen die Frage, was die aktuelle  Baupraxis aus den damaligen Form- und Mate­ri­al­ex­pe­ri­menten lernen kann. Zum anderen fragen sie nach Möglich­keiten und Problemen bei der Denk­mal­pflege der anfäl­ligen, dünn­wan­digen Beton­schalen.

Mxl

Ulrich Müther, Messehalle "Bauwesen und Erdöl", Rostock, Ansicht, 1966, Foto: Müther-Archiv an der Hochschule Wismar
Ulrich Müther, Messe­halle „Bauwesen und Erdöl“, Rostock, Ansicht, 1966, Foto: Müther-Archiv an der Hoch­schule Wismar

Candela – Isler – Müther. Concrete Shells in Mexico, Switz­er­land, and Germany
Inter­na­tio­nales Symposium
Genauere Infor­ma­tionen folgen.
https://​www​.gta​.arch​.ethz​.ch

Félix Candela, Bacardí-Mexico Bottling Plant, Mexico-City, 1958–60 (1. BA) und 1971 (2. BA), Foto: Bacardí-México Archive
Félix Candela, Bacardí-Mexico Bottling Plant, Mexico-City, 1958–60 (1. BA) und 1971 (2. BA), Foto: Bacardí-México Archive
Heinz Isler mit Constantin Hilberer, Feuerlöscherfabrik Sicli, Genf, 1969, Rohbau, Foto: gta Archiv, ETH Zürich
Heinz Isler mit Constantin Hilberer, Feuer­lösch­erfa­brik Sicli, Genf, 1969, Rohbau, Foto: gta Archiv, ETH Zürich
Ulrich Müther, Messehalle "Bauwesen und Erdöl", Rostock, Ansicht, 1966, Foto: Müther-Archiv an der Hochschule Wismar
Ulrich Müther, Messe­halle „Bauwesen und Erdöl“, Rostock, Ansicht, 1966, Foto: Müther-Archiv an der Hoch­schule Wismar