Frankfurt – zum Beispiel

Werner Durth

Der hier publi­zierte Vortrag von Werner Durth wurde im Rahmen des 9. BDA-Tags am 22. Juni in Frankfurt am Main gehalten. Er wurde in der Broschüre „Berufung und Leiden­schaft” abge­druckt, die über die Bundes­ge­schäfts­stelle des BDA bezogen werden kann.

Es ist ein bewe­gender Moment für mich, zehn Jahre nach der Hundert­jahr­feier des BDA 2003, wieder hier in Frankfurt, zum 110jährigen Jubiläum zu sprechen, damals im Deutschen Archi­tek­tur­mu­seum, heute in der Deutschen Bank: ein hoch symbo­li­scher Ort in diesen Zeiten der Krise. „Krise“ war mein Thema damals schon, doch in anderem Zusam­men­hang. Eine Schock­starre lähmte die Welt nach den Terror­an­schlägen vom 11. September 2001, mona­te­lang waren Flughäfen unter verschärfter Beob­ach­tung, Kontrollen allge­gen­wärtig. Angst und Unsi­cher­heit lähmten die Reiselust. Der Welt­kon­gress der UIA in Berlin 2002, zu dem Gäste aus aller Welt kommen sollten, wurde zum finan­zi­ellen Desaster, nicht absehbar nach dem gran­diosen Erfolg der Konferenz in Barcelona. Der BDA drohte ausein­ander zu brechen, doch die Synergie aus Berufung und Leiden­schaft der Mitglieder für ihren Verband hat dank der klugen Regie des Vorstands den Fort­be­stand des BDA durch prak­ti­zierte Soli­da­rität und private Darlehen gesichert. Auch dies ist in diesen Tagen ein Grund zu feiern.

Es ist viel geschehen in diesem letzten Jahrzehnt. Der vergleichs­weise über­schau­baren und klug bewäl­tigten Kata­strophe im BDA folgte die Erschüt­te­rung der Welt­wirt­schaft durch eine Finanz­krise anderer Art, die weltweit Proteste gegen die poli­ti­schen Regu­lie­rungs­ver­suche und deren Auswir­kungen hervor­rief. Im Blick auf die Demons­tra­tionen der inter­na­tional agie­renden Occupy-Bewegung waren bis vor wenigen Tagen in dieser Umgebung noch Straßen der Innen­stadt gesperrt, denn wir befinden uns hier in einem der Entschei­dungs­zen­tren der globalen Ökonomie. Einen maßgeb­li­chen Entschei­dungs­träger symbo­li­siert der Bau der EZB, dem die Bela­ge­rungen und Demons­tra­tionen galten, die demnächst wohl ein Stück weiter im Osten Frank­furts statt­finden werden, wenn der von Coop Himmelb(l)au entwor­fene Neubau bezogen ist.

So sind wir heute, an einem Samstag, in der Mitte Frank­furts mitten im Leben, friedlich im Auge des Taifuns. Während die vertraute Welt ringsum aus den Fugen gerät und Europa weiter in die Krise trudelt, gewinnen wir einen neuen Blick auf die Archi­tektur. Der Doppel­turm der Deutschen Bank, oft als gebaute Metapher für die Balance von „Soll und Haben“ beschrieben, steht in dieser Symbolik für bessere Zeiten stabil ausge­gli­chener Haushalte. Inzwi­schen ein anachro­nis­ti­sches Bild?

Ingrid und Frei Otto im Gespräch mit Werner Durth und anderen

Der Taumel der Türme der neuen EZB hingegen wird nun schwer­lich nur als „besof­fenes Paar“ zu deuten sein, das „die denk­mal­ge­schützte Markt­halle zertram­peln“1 wird, oder als Spätfolge einer hoch­tra­bend Dekon­struk­ti­vismus genannten Stilistik, sondern viel­leicht eher zeitgemäß als Ausdruck schmiegsam eleganter Beweg­lich­keit des Kapitals in den Turbu­lenzen der Globa­li­sie­rung. Das Bild vom Sog der Kauf­kraft­ströme im Zuge verschärfter inter­kom­mu­naler Konkur­renz wiederum lässt an Massi­mi­liano Fuksas gläsernen Trichter denken, der die Kauf­haus­fas­sade MyZeil implosiv ins Innere stülpt, als müsse der Magnet­wir­kung der Warenwelt dort physi­ka­lisch entspro­chen und das kauf­lus­tige Publikum die Trep­pen­spi­rale hinauf­ge­wir­belt werden. Dahinter dann die neue städ­te­bau­liche Dominante in schräg gelo­ckerter Haltung und lässig geknit­tertem Kleid aus Metall, demons­trativ in Kontrast zum wuchtigen Auftritt des Opern­turms als Zeichen von Serio­sität und Dauer­haf­tig­keit im Wechsel der Konjunk­turen. Sedative Archi­tektur?

Urbane Entwick­lungs­dy­namik
Freilich, auch darum geht es: in Zeiten univer­seller Mobi­li­sie­rung und mentaler Obdach­lo­sig­keit die Unver­wech­sel­bar­keit von Orten zu signa­li­sieren und durch Rückbezug auf lokale Tradi­tionen das Glücks­ver­spre­chen von „Heimat“2 anklingen zu lassen: So die frohe Botschaft zum Neubau der Altstadt, mit der Petra Roth im Auftakt des Wahl­kampfs 2006 „der Stadt ihr Herz“3 zurück­zu­geben versprach. Heute sehen wir anstelle des abge­bro­chenen Tech­ni­schen Rathauses, einst hoch gelobtes Glanz­stück der Frank­furter Nach­kriegs­mo­derne, auf engen Parzellen ein neues Stück Frankfurt entstehen, schon jetzt in der Presse gepriesen als „Vorbild für Deutsch­land“. Welch schönes Bild, pars pro toto: Deutsch­land einig Heimat­land, unter den Türmen der Banken und Verwal­tungs­bauten ein foto­gra­fisch vertrautes Idyll, zeitlos histo­risch, garan­tiert döner­freie Gemüt­lich­keit. Viel ist geschehen in den letzten zehn Jahren, und, wie man hört, ist der Neubau der EZB schon jetzt zu klein. Weitere Impulse zur Entwick­lung des Umfelds und der Mitte der Stadt sind absehbar. Aber warum erzähle ich das?

Frankfurt – zum Beispiel zeigt konzen­trierter und zumeist wider­sprüch­li­cher als andere Groß­städte Deutsch­lands das Neben- und Gegen­ein­ander unter­schied­li­cher Tendenzen der Stadt­ent­wick­lung und Archi­tektur, in dem Planung als Tochter der Krise auf Miss­stände reagiert, während die Politik Ziele, Wege und Regeln sucht, die regel­mäßig wiederum Proteste provo­zieren, die Politik und Planung in Zugzwang bringen. Frankfurt ist für mich das Para­de­bei­spiel einer urbanen Entwick­lungs­dy­namik, die bisweilen wie ein schrilles Kalei­do­skop konkur­rie­render Kräfte erscheint, die in den Formen der gebauten Umwelt ihre Geschichte erzählen, von Siegen und Nieder­lagen berichten, im Span­nungs­feld zwischen Zukunfts­ori­en­tie­rung, Moder­ni­sie­rungs­lust und perma­nenter Angst vor Tradi­ti­ons­ver­lusten.

Wir schauen über 110 Jahre zurück und stellen fest, dass die Gründung des BDA 1903 wie eine Selbst­hil­fe­ak­tion zur Ermu­ti­gung des Berufs­stands in schweren Zeiten erscheint – und dabei durchaus aktuelle Bezüge zum gegen­wär­tigen Über­le­bens­kampf der Archi­tekten im Geflecht der Inves­toren und Developer, Gene­ral­über- und ‑unter­nehmer erkennen lässt, wenn man im Blick auf unsere Gegenwart den trotzigen Text der Frank­furter Erklärung aus dieser Gründer-Zeit nachliest: „Die größte Gefahr für unser Kunst­leben, den schlimmsten Gegner unserer eigenen Bestre­bungen sehen wir in dem rück­sichts­losen Unter­neh­mertum, das ohne Ideale, nur von Gewinn­sucht beherrscht, die sonst so segens­reiche Gewer­be­frei­heit ausbeutet. In den weiten, neuen Stra­ßen­ge­bieten unserer Städte tritt uns überall der kalte Geschäfts­sinn, die stumpfe Geis­tes­armut des Baupfu­scher­tums entgegen. Selten nur bemerken wir in diesen aufdring­li­chen oder lang­wei­ligen Häuser­reihen das schüch­terne Auffla­ckern eines echten Kunst­wol­lens. Der künst­le­risch schaf­fende Architekt hat längst die Einwir­kung auf den Bau unserer neuen Stadt­teile verloren.“4

Welch eine Zeit, damals, um 1903, doch auch: Welche Zuver­sicht! Nach Jahr­zehnten wilden Wachstums der Stadt lebte in dem Ober­bür­ger­meister Franz Adickes „zum ersten Mal in der Frank­furter Verwal­tung die Idee der Gesamt­pla­nung auf, nach der das Wachstum und die Erneue­rung der Stadt vor sich gehen kann,“ so Wolfgang Bangert: „Es ist ein einheit­lich gestal­tender Wille am Werk, der dem Gange der Entwick­lung nachspürt und der sich nicht mehr damit begnügt, sich unter dem Druck der Gescheh­nisse seine Maßregeln abzwingen zu lassen.“5 Zur syste­ma­ti­schen Erwei­te­rung der Stadt wurde der innere Anla­gen­ring ergänzt durch den neuen Alleen­ring, während im Zentrum die Moder­ni­sie­rung der Stadt durch Stra­ßen­er­wei­te­rungen und ‑durch­brüche voran­ge­trieben wurde.

Seit 1902 war das legendäre Lex Adickes gültig, damals zunächst nur für Frankfurt geltender Prototyp des heute selbst­ver­ständ­li­chen Umle­gungs­rechts, ein Baustein unserer Planungs­kultur. Die Qualität der einzelnen Bauten sollte durch Archi­tek­tur­wett­be­werbe gesichert werden, doch welche Qualität war da gemeint? Leiden­schaft­lich pole­mi­sierten seit Jahren promi­nente Archi­tekten wie Hermann Muthesius oder der bekannte Politiker Friedrich Naumann, Stamm­vater des Libe­ra­lismus in Deutsch­land, der in Frankfurt den Evan­ge­li­schen Arbei­ter­verein gegründet hatte, gegen den prunk­vollen Histo­rismus in der Archi­tektur der Kaiser­zeit. 1907 gründeten diese beiden mit Peter Behrens, Joseph Maria Olbrich und anderen Archi­tekten und Bildenden Künstlern gemeinsam mit Unter­neh­mern und Publi­zisten den Deutschen Werkbund, um gleichsam in Konse­quenz der Ziele des BDA einer alle Lebens­be­reiche und Maßstab­s­ebenen durch­grei­fenden Baukultur den Weg zu bereiten.6

Diskur­siver Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.

Schritt­ma­cher auf diesem Weg war der indus­tri­elle Fort­schritt als Impuls zur Entwick­lung der Städte. Vor einem Jahr­hun­dert forderte der einfluss­reiche Publizist Karl Scheffler in seinem 1913 erschienen Buch Die Archi­tektur der Großstadt ein Neues Bauen aus dem Geist der Moderne. „Die Stätte, wo der Kampf um die neue Baukunst ausge­tragen werden muss, ist die Großstadt, weil sich dort in natür­li­cher Weise die geistigen Kräfte der Zeit zusam­men­finden, weil die Groß­städte, als die Zentren moderner Zivi­li­sa­tion, der Archi­tektur neue Voraus­set­zungen profaner und idealer Art schaffen.“7 Neben Berlin, Hamburg und Dresden nennt Scheffler auch Frankfurt als Expe­ri­men­tier­feld künftiger Baukunst: „Es ist für den Begriff der modernen Großstadt nicht die Kopfzahl der Bewohner ausschlag­ge­bend, sondern der Groß­stadt­geist. Dieser Geist ist es, der sich den neuen Archi­tek­tur­körper baut.“8

Doch bei allem Gewinn: Die Kosten solcher Moder­ni­sie­rung blieben nicht unbemerkt. Rund ein Jahrzehnt nach der Schrift Scheff­lers reflek­tiert der Publizist Alfons Paquet, Korre­spon­dent der Frank­furter Zeitung, sein Erleben der Stadt unter dem Titel Frankfurt. Ein anachro­nis­ti­sches Bild im Span­nungs­feld von Nostalgie und Fort­schritts­hoff­nung: „Goethe fand schon 1814 die Stadt sehr geschäftig und zerstreuend geworden; sie hatte vier­zig­tau­send Einwohner, um 1867 waren es doppelt so viel, heute sind es vier­hun­dert­tau­send mehr. Leben­diges Fleisch, das wohnen und sich regen will, ist dem alten Gemein­wesen zuge­wachsen, namenlos und ohne Maß; Zustrom, magne­tisch herge­lockt.“ Die Folge solchen Wachstums sei eine Verdich­tung und Erhöhung der Bauten: „Die ins Gefäß der Stadt geschüt­tete Masse beginnt sich aufzu­schichten.“9

Paquet erinnert an die Bilder der alten Stadt, an die berühmten Stadt­an­sichten, an „die Kupfer­stiche, Hand­zeich­nungen und Skizzen der Künstler und der Liebhaber aus allen Jahr­hun­derten“, um fest­zu­stellen: „Diese unzäh­ligen Bilder, Aufrisse und Pläne, zuein­an­der­ge­tragen, über­ein­an­der­ge­halten, ergänzt durch das biogra­phi­sche Wissen, durch Porträts und Ereig­nis­bilder und durch die Photo­gra­phien der vor zehn oder zwanzig Jahren abge­bro­chenen Häuser, der umge­wan­delten Straßen – dieses ganze anachro­nis­ti­sche Material zeigt erst den vollen Lebens­aus­druck des peren­nie­renden Stadt­we­sens, das sich unauf­hör­lich verbraucht und erneuert.“10 Anschau­lich beklagt Paquet 1925 den allzu schnellen Wandel der Stadt: „Die Zeil war eine der nobelsten und groß­ar­tigsten Stadt­straßen des älteren Deutsch­land; ein Jahrzehnt genügte, um sie zu zerstören,“ doch er weiß um das Schicksal der Stadt: „Die Mächte der Zeit ringen in dieser Stadt unsichtbar mitein­ander, sie gestalten ihren Demos.“11

Mit Leiden­schaft griff in dieses Ringen wenig später ein junger Stadt­baurat ein: Ernst May, gerufen von Ober­bür­ger­meister Ludwig Landmann, gestützt vom klugen Kämmerer Bruno Asch. „Die Großstadt als Brenn­punkt mensch­li­cher Siedlung spiegelt klar den jewei­ligen Kultur­stand eines Volkes,“ erklärte May 1926 und nahm sich vor, dem Groß­stadt­geist seinen Archi­tek­tur­körper vom Rand her aufzu­bauen: „Langsam verlässt die Archi­tektur die Bahnen des Epigo­nen­tums und erkennt die Stil­ge­setze unserer Zeit. Der Indus­triebau zeigt bereits Gestal­tungen von einer neuen, macht­vollen Monu­men­ta­lität. Die verän­derte geistige Einstel­lung des Menschen zum Lebens­pro­blem entwi­ckelt das neue Wohnhaus. Der Irrsinn der Menschen­zu­sam­men­pferchung in den stei­nernen Massen der Miets­ka­sernen weicht einer weit­räu­migen Auflo­cke­rung der Städte. Der moderne Städtebau ist Funktion der neuen Einstel­lung des Menschen zum Leben.“12

Im städ­te­bau­li­chen Wett­be­werb zur Entwick­lung Breslaus hatte Ernst May 1922 unter dem Motto: Trabanten erstmals sein Konzept eines dezen­tra­li­sierten Städ­te­wachs­tums vorge­stellt. Jetzt plante er gemeinsam mit Leberecht Migge in Frankfurt neben den Wall­an­lagen und dem Alleen­ring als öffent­li­chen Freiraum einen dritten Grün­gürtel zwischen Kernstadt und den neuen Trabanten – ein Konzept mit langer Nach­wir­kung, das sechs Jahr­zehnte Jahre später, ab 1989 erfolg­reich weiter entwi­ckelt und mit dem Regio­nal­park Rhein Main verbunden wurde. Abschluss und Höhepunkt der Ära May war 1930 die Feier einer neuen Stadt­krone im Grünen bei der Eröffnung des I.G.-Farben-Gebäudes von Poelzig im Grüne­burg­park, vor wenigen Jahren in Reverenz zum Bestand um die neuen Univer­si­täts­bauten des Campus West ergänzt.

Frankfurt – zum Beispiel. Wo gab es das sonst? Im Jahr 1930 gleich­zeitig die größte Baustelle Europas für den weltweit agie­renden Konzern I.G.-Farben – und daneben, nicht weit entfernt, das neu gegrün­dete Institut für Sozi­al­for­schung, in dem 1930 Karl Mannheim auf den Lehrstuhl für Sozio­logie, Max Hork­heimer auf den für Sozi­al­phi­lo­so­phie berufen wurde. „Das Institut für Sozi­al­for­schung und das I.G.-Farben-Gebäude markierten, jedes auf seine Weise, den Abschied von der bürger­li­chen Welt des 19. Jahr­hun­derts, wie sie in den Villen des Frank­furter Westends ihren archi­tek­to­ni­schen Ausdruck gefunden hatte,“ so Wolfgang Schi­vel­busch: „Im Institut für Sozi­al­for­schung wurde die neue Welt des Mono­pol­ka­pi­ta­lismus theo­re­ti­scher Betrach­tung und Analyse unter­zogen, im I.G.-Farben-Gebäude wurde sie praktisch-ökono­misch mit gestaltet.“13 Doch seit Oktober 1929 begann die Krise des Kapi­ta­lismus die Welt zu verändern.

Wir kennen die ungeheure Leistung, die der als „Plan­a­thlet“ bezeich­nete Ernst May mit seinem Team in nur fünf Jahren vorweisen konnte, bevor er 1930 infolge der Welt­wirt­schafts­krise und über­stei­gerter Hoffnung auf einen sozia­lis­ti­schen Städtebau in der Sowjet­union Frankfurt verließ. Nach der Macht­er­grei­fung der Nazis schlug ab 1933 das Pendel zurück. Nach dem Moder­ni­sie­rungs­schub der zwanziger Jahre sollte die Finanz­me­tro­pole Frankfurt nun zur Stadt des deutschen Handwerks umgebaut werden.14 Besondere Aufmerk­sam­keit richtete sich auf die lange vernach­läs­sigte Altstadt, die durch gezielten Abbruch, Muster­sa­nie­rung und soziale Umschich­tung – „schöner denn je“ – Tradition vermit­teln und Heimat­ge­fühle stärken sollte. Wir wissen was folgte.

Susanne Wartzeck, Vorsit­zende des BDA Hessen, begrüßt das Publikum des 9. BDA-Tags

Erneue­rung Deutsch­lands
1945 lag Frankfurt in Trümmern, erst langsam erwachte ein neuer Geist in Ruinen. Als eine der ersten Zeit­schriften zur Selbst­ver­stän­di­gung über die Zukunft Deutsch­lands erschienen im April 1946 nach Geneh­mi­gung der ameri­ka­ni­schen Mili­tär­re­gie­rung mit Sitz im I.G.-Farben-Gebäude die Frank­furter Hefte, heraus­geben von Eugen Kogon unter Mitwir­kung von Walter Dirks, mit hohem Anspruch: „Wir werden um Klarheit sehr bemüht sein, aber der Leser wird sich ebenfalls anstrengen müssen,“ heißt es fordernd im Aufruf An unsere Leser!: „Die gängige Phrase, das Nebelwort, das man so leicht einsog und rasch aus dem Hirn wieder verdampfen ließ, hat die Atmo­sphäre des Denkens verdickt. Wir können nicht atmen in ihr, wir wollen gute Sicht und einen präzis funk­tio­nie­renden Verstand, – das lebendige Herz – das im Rhythmus der Zeit für die ewigen Ziele schlägt, versteht sich von selbst. Wir erwarten also ‚nach­denk­liche’ Leser. Wir glauben, dass wir so der Erneue­rung Deutsch­lands einen Dienst erweisen – wir, das heißt die Heraus­geber, die Mitar­beiter und jene Leser schon inbe­griffen. Das Dunkel um uns soll sich lichten.“15

Von Frankfurt aus sollte das Licht der Aufklä­rung leuchten in Deutsch­land, dazu waren Texte gesucht. Schon im ersten Heft dieser Zeit­schrift veröf­fent­lichte Otto Bartning unter dem Titel Ketze­ri­sche Gedanken am Rande der Trüm­mer­haufen einen über Jahr­zehnte gültigen Beitrag als erste Orien­tie­rungs­hilfe für die künftige Baukultur der Nach­kriegs­zeit in Form eines fiktiven Dialogs mit einem jungen Kriegs­heim­kehrer. Nach der knappen Frage des Jüngeren, „Wieder­aufbau. Was halten Sie denn davon?“, antwor­tete ein älterer Herr, in dem sich Bartning selbst aussprach: „Wieder­aufbau? Schon das Wörtchen ‚wieder’ gefällt mir nicht. Es klingt nach wieder­holen, wieder herbei­holen…,“ um dann in den folgenden Sätzen durch plaka­tiven Vergleich von archi­tek­to­ni­schen Formen und gesell­schaft­li­chen Verhält­nissen in bild­rei­chen Metaphern zukunfts­wei­sende Topoi der Selbst­er­klä­rung von Archi­tekten vorzu­geben, die ihren eigenen Beitrag zur künftig demo­kra­ti­schen Archi­tektur in einer neuen Gesell­schaft leisten sollten: „Aber schlichte Räume lassen sich auf den bestehenden Grund­mauern und aus den brauch­baren Trüm­mer­stoffen errichten, schlichte, helle Räume, in denen ein schlichtes, für jedermann gleiches und durch­sich­tiges Recht verhan­delt wird, ohne Hinter­klau­seln und ohne Stuck­or­na­mente. Auf, ihr Juristen und ihr Archi­tekten, plant und entwerft Formen, Räume von eindeu­tiger Klarheit und einfäl­tiger Kraft, darin unsere Kinder und Enkel aufrichtig und also frei dem gemeinsam erkannten und aner­kannten Rechte sich fügen.“16

Zvonko Turkali bei einem diskur­siven Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.

Die im Krieg zerstörten Baudenk­male, wie etwa der Zwinger in Dresden, dürften nicht „als museale Lüge aufer­stehen, als riesen­hafte Toten­maske“. Mut zum Abschied sei gefordert, in Trauer, mit dem Einge­ständnis: „Verloren. Und dass wir’s verlo­ren­gehen ließen, müssen wir unseren Enkeln einge­stehen. Die Ruinen – man denke an das Forum, an das Colosseum in Rom – werden eine starke und wahre Sprache sprechen; Rekon­struk­tionen – je echter, desto schlimmer.“17

In Form einer volks­päd­ago­gi­schen Lektion wird den Wünschen des Jüngeren nach heime­liger Wieder­her­stel­lung des Zerstörten eine schroffe Absage erteilt: „Nun stellen Sie sich ganze Plätze und Stra­ßen­züge solcher Kulissen, solcher Lügen vor“ schimpfte der Alte. „Denn Kulisse und Lüge bleibt, was – auch bei bestem Wissen und Wollen – im güns­tigsten Falle selbst nach Plänen früherer Zeit rekon­stru­iert würde, ohne den Saft und den Geist jener Zeit! Und gerade das ist es, wovor wir unsere Enkel bewahren müssen.“18 Damit war program­ma­tisch das Rekon­struk­ti­ons­verbot lizen­ziert, das in den nächsten Monaten dem Aufbau der Pauls­kirche als Leit­pro­jekt der Nach­kriegs­mo­derne die geistige Grundlage gab. Ande­rer­seits war mit diesem Verdikt der Streit um die Wieder­her­stel­lung des Goethe­hauses program­miert und damit ein Span­nungs­feld der Stadt- und Kultur­po­litik in Frankfurt eröffnet, das über Jahr­zehnte – bis heute – harte Konflikte und Pola­ri­sie­rungen nach sich zog.

Dennoch verstän­digte man sich zunächst im Wieder­aufbau der Altstadt auf das Konzept einer „Synthese von alt und neu“19, die wir, bis heute, beispiel­haft etwa am Salzhaus und den Nach­bar­bauten am Römerberg betrachten können. Damit waren Maßstäbe gesetzt, an denen sich der Bau der Neuen Altstadt künftig messen lassen muss. Doch jener Phase einer halbwegs fried­li­chen Koexis­tenz unter­schied­li­cher Konzepte, wie sie im Stil­plu­ra­lismus der fünfziger Jahre auch andern­orts möglich war, folgte Anfang der sechziger Jahre ein neuer Moder­ni­sie­rungs­schub mit dem Ergebnis, dass die gerade errich­teten, zierlich propor­tio­nierten Neubauten der Ostzeile auf dem Römerberg abge­bro­chen und statt­dessen gewaltige Bauvo­lumen für ein Tech­ni­sches Rathaus geplant werden sollten.

Am Ende der fünfziger Jahre wurde das Ende des Wieder­auf­baus prokla­miert, eine neue Epoche der Stadt­ent­wick­lung wurde ausge­rufen, die nicht nur in Frankfurt einem neuen Leitbild folgte, dem ein Frank­furter Wissen­schaftler jüdischer Herkunft die Stich­worte gab. Es war der inzwi­schen in Basel lehrende Soziologe Edgar Salin, der 1960 in der Haupt­ver­samm­lung des Deutschen Städ­te­tages unter dem schlichten Titel Urbanität einen zukunft­wei­senden Vortrag20 hielt, in dem er Frankfurt als Beispiel für eine über Jahr­hun­derte gewach­sene Stadt­kultur beschrieb, die mit der Barbarei der Nazis unwie­der­bring­lich ihr Ende gefunden hatte. Diese gewaltsam zerstörte Urbanität sei nicht wieder­her­zu­stellen, vor allem nicht durch Bauen zu gewinnen: Nur Schritt für Schritt könne eine neue Stadt­kultur auf lange Sicht vorbe­reitet werden, durch das tätige Mitein­ander der Bürger und ihre Mitwir­kung an den Entschei­dungen zur Zukunft der Städte. Doch diese Zukunft sah düster aus. Unter dem irre­füh­renden Motto einer Urbanität durch Dichte21 wurden Groß­sied­lungen aus dem Boden gestampft und die Zentren der Städte einer durch­grei­fenden Terti­är­i­sie­rung ausge­setzt.

1965 klärte Theodor W. Adorno, 1903 in Frankfurt geboren, seit 1958 Leiter des Instituts für Sozi­al­for­schung, in seinem legen­dären Vortrag Funk­tio­na­lismus heute22 Miss­ver­ständ­nisse im Konzept des Funk­tio­na­lismus in der Archi­tektur; im selben Jahr 1965 war es der Gründer des Frank­furter Sigmund-Freud-Instituts, der Arzt und Analy­tiker Alexander Mitscher­lich, der in seinem Pamphlet Die Unwirt­lich­keit unserer Städte23 die Misere der gebauten Umwelt als Ausdruck einer längst obsoleten Gesell­schafts­ord­nung beklagte und die Schrift im Unter­titel eine Anstif­tung zum Unfrieden nannte. Diese Anstif­tung nahmen jene Bürge­rinnen und Bürger wörtlich, die 1966 mit schwarzen Fahnen gegen den Abbruch der Villen im Westend protes­tierten, welche dem Bau von Banken- und Verwal­tungs­hoch­häu­sern weichen sollten.

Diskur­siver Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.

Para­dig­men­wechsel
Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt. In nur zwei Jahren wurde aus dem bürger­li­chen Protest der militante Frank­furter Häuser­kampf als Teil der studen­ti­schen Protest­be­we­gung, die in dieser Stadt eine besondere Qualität gewann. Neben Berlin wurde Frankfurt am Main zum Magnet für solche Studen­tinnen und Studenten, die sich in ihrer Studi­en­zeit auf ein doppeltes Abenteuer einlassen wollten: Einer­seits kalku­lierte Regel­ver­let­zung im Häuser­kampf als Voraus­set­zung zur Erprobung neuer Lebens­formen durch Wohn­ge­mein­schaften in alten Quar­tieren, ande­rer­seits intel­lek­tu­elle Abenteuer in der Erkundung der Kriti­schen Theorie, in Tradition des Instituts für Sozi­al­for­schung, bei gleich­zei­tigem Versuch, diese Theorie politisch zu prak­ti­zieren.

Von Mitscher­lich kam der Impuls zur Gründung des hessi­schen Instituts Wohnen und Umwelt 1971, dessen Grün­dungs­di­rektor Hardt-Waltherr Hämer24 wenige Jahre später als Direktor der IBA Berlin gemeinsam mit Josef Paul Kleihues den epochalen Para­dig­men­wechsel der Planung hin zur Bestands­pflege und behut­samen Stadt­er­neue­rung einzu­leiten begann. Im Sigmund-Freud-Institut hingegen entstanden damals die ersten Analysen zum Verlust der Urbanität und diffe­ren­zierte Studien zur Semiotik der Archi­tektur.25 Frankfurt war für Jahre ein Zentrum der Stadt­for­schung und Archi­tek­tur­theorie: Viel­leicht war es dieses geistige Klima, das im Überdruss an dem banalen „Bauwirt­schafts­funk­tio­na­lismus“26 der sechziger Jahre nach dem Denk­mal­schutz­jahr 1975 einen kultu­rellen Kurs­wechsel ermög­lichte, der im Wahlkampf 1977 eine Bebauung des Römer­bergs nach histo­ri­schem Vorbild in beiden großen Parteien, SPD und CDU, zum Thema werden ließ27 und schließ­lich über einen inter­na­tional beach­teten Wett­be­werb zu dem sensa­tio­nellen Ensemble aus Ostzeile, Schirn und post­mo­dernem Wohnungsbau führte: eine klug kompo­nierte Stadt-Collage im leben­digen Gegenüber unter­schied­li­cher Haltungen zur Archi­tektur, mit großem Anre­gungs­po­ten­zial in jener Zeit. Es folgte die Wieder­ent­de­ckung der Fluss­land­schaft und die Perlen­kette inter­na­tional beach­teter Bauten am Muse­ums­ufer, das inzwi­schen als ein Frei­licht­mu­seum zur Archi­tek­tur­ge­schichte Besucher aus aller Welt anzieht. Heraus­ra­gende Bauten von Richard Meier, Oswald Mathias Ungers, Günter Behnisch und Gustav Peichl, Höhe­punkte der Archi­tektur des ausge­henden 20. Jahr­hun­derts, sind dort in fried­li­cher Koexis­tenz neben­ein­ander zu bewundern: Wo gibt es das sonst?

Die Ergeb­nisse solcher Wand­lungen und Häutungen der Stadt seit 1900 sind in den geführten diskur­siven Stadt­spa­zier­gängen zu sehen – und man wird jeweils auch an den gesell­schaft­lich-histo­ri­schen Kontext erinnert, in dem in „Frankfurt – zum Beispiel“ neben allem weiterhin machtvoll „rück­sichts­losen Unter­neh­mertum“ – wie schon 1903 beklagt –, dann doch in jeder Epoche auch beispiel­hafte Archi­tektur entstand: Ich hoffe auf eine über­ra­schende, möglichst vorur­teils­freie Entde­ckungs­reise, die nicht vorschnell zwischen schön und hässlich, richtig und falsch, gut und böse unter­scheiden sollte, sondern verstehen lehrt, warum Archi­tekten zu ihrer Zeit jeweils mit Leiden­schaft so bauten, wie sie es für richtig hielten. Eine Herme­neutik der Archi­tektur, ein Erkennen und Verstehen der Motive unserer Vorgänger – es müssen nicht nur die Leit­fi­guren und die großen Vorbilder sein – ist Voraus­set­zung eines gelin­genden Weiter­bauens als Dialog zwischen den Gene­ra­tionen. Baukultur heißt, in weiten Zeit-Räumen denken zu lernen, Wandel verstehen und im Wandel eigene Haltung bewahren zu können.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Werner Durth (*1949) studierte Archi­tektur an der TH Darmstadt und Sozio­logie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Univer­sität Frankfurt am Main. Nach Profes­suren in Mainz und Stuttgart ist Durth seit 1998 Professor für das Fach­ge­biet Geschichte und Theorie der Archi­tektur an der TU Darmstadt. Mit zahl­rei­chen Büchern, Essays und Fach­vor­trägen zählt Durth zu den renom­mier­testen Archi­tek­tur­his­to­ri­kern Deutsch­lands. Werner Durth lebt und arbeitet in Darmstadt.

Anmer­kungen
1  Hans Kollhoff: Hamburgs Elbphil­har­monie – Ein zynisches Projekt. Der Architekt Hans Kollhoff verachtet viele seiner Kollegen, weil sie sich von der Tradition euro­päi­scher Baukultur verab­schiedet haben. Ein Gespräch, in: DIE WELT vom 19.03.2012
2 Siehe dazu: Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Drei Bände, hier: Band 2, S.871
3 Petra Roth, in: Frank­furter Allge­meine Zeitung, 2006
4 Was wir wollen. Prokla­ma­tion des BDA, in: Bernhard Gaber: Die Entwick­lung des Berufs­standes der frei­schaf­fenden Archi­tekten, darge­stellt an der Geschichte des Bundes Deutscher Archi­tekten BDA, Essen 1966, S. 224
5 Wolfgang Bangert, in: Heinz Ulrich Krauß: Frankfurt am Main – Daten, Schlag­lichter, Bauge­schehen, Frankfurt / Main 1997, S.147
6 Siehe Werner Durth /​Paul Sigel: Baukultur. Spiegel gesell­schaft­li­chen Wandels, Berlin 2009
7 Karl Scheffler: Die Archi­tektur der Großstadt, Berlin 1913, S. 3
8 Ebda
9 Alfons Paquet: Frankfurt. Ein anachro­nis­ti­sches Bild, in: Hanns Martin Elster (Hrsg.): Das Pantheon. Ein Hausbuch deutscher Dichtung und Kunst der Gegenwart, Berlin 1925, S. 203
10 A.a.O., S. 202
11 A.a.O., S. 214
12 Ernst May: Das Neue Frankfurt, Heft 1 / 1926, Nachdruck in: Christoph Moor / Michael Müller: Funk­tio­na­lität und Moderne. Das Neue Frankfurt und seine Bauten 1925 – 1933, Frankfurt / Main 1984, S. 14 f.
13 Wolfgang Schi­vel­busch: Intel­lek­tu­el­len­däm­me­rung. Zur Lage der Frank­furter Intel­li­genz in den zwanziger Jahren, Frankfurt / Main 1982, S. 11
14  Siehe Werner Durth /​Niels Gutschow: Träume in Trümmern. Planungen zum Wieder­aufbau zerstörter Städte im Westen Deutsch­lands 1940 – 1950, Braun­schweig / Wiesbaden 1988, Band II, S. 469 ff.
15 Frank­furter Hefte. Zeit­schrift für Kultur und Politik. Heraus­ge­geben von Eugen Kogon unter Mitwir­kung von Walter Dirks, Heft 1 / 1946, S. 2
16 Otto Bartning: Ketze­ri­sche Gedanken am Rande der Trüm­mer­haufen, in: Frank­furter Hefte, Heft 1 / 1946, S. 64
17 Ebda
18 A.a.O., S. 71
19 Durth / Gutschow 1988, a.a.O., S. 512
20 Edgar Salin: Urbanität, in: Deutscher Städtetag (Hrsg.): Erneue­rung unserer Städte. Vorträge, Ausspra­chen und Ergeb­nisse der 11. Haupt­ver­samm­lung des Deutschen Städ­te­tages, Stuttgart / Köln 1960
21 Siehe Gerhard Boed­ding­haus (Hrsg.): Gesell­schaft durch Dichte. Kritische Initia­tiven zu einem neuen Leitbild für Planung und Städtebau 1963 / 1964, Braun­schweig /​Wiesbaden1995
22 Theodor W. Adorno: Funk­tio­na­lismus heute, in: ders.: Ohne Leitbild. Parva Aesthe­tica, Frankfurt / Main 1967
23 Alexander Mitscher­lich: Die Unwirt­lich­keit unserer Städte. Anstif­tung zum Unfrieden, Frankfurt / Main 1965
24 Siehe Manfred Sack (Hrsg.): Stadt im Kopf. Hardt-Waltherr Hämer, Berlin 2002
25 Siehe beispiels­weise Heide Berndt / Klaus Horn /​Alfred Lorenzer: Archi­tektur als Ideologie, Frankfurt / Main 1968
26 Heinrich Klotz: Weiter­ge­geben. Erin­ne­rungen, Köln 1999, S. 71

 

 

Ingrid und Frei Otto im Gespräch mit Werner Durth und anderen
Diskur­siver Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.
Susanne Wartzeck, Vorsit­zende des BDA Hessen, begrüßt das Publikum des 9. BDA-Tags
Zvonko Turkali bei einem diskur­siven Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.
Diskur­siver Stadt­spa­zier­gang im Rahmen des 9. BDA-Tags in Frankfurt a.M.