Gläserne Soft­ware­fa­brik

Henn gewinnt Wett­be­werb in Karlsruhe

Das Münchner Büro Henn ist aus einem Wett­be­werb für das neue Geschäfts­ge­bäude eines EDV-Unter­neh­mens in Karlsruhe siegreich hervor­ge­gangen. Der Entwurf steht unter dem Motto „Gläserne Soft­ware­fa­brik“, das sich zwar offen­sicht­lich auf die Fassade bezieht, aber auch die innere Struktur verdeut­li­chen soll: Ein offenes und trans­pa­rentes Raum­ge­füge soll flexible Büro­ty­po­lo­gien und einen flie­ßenden Übergang von kommu­ni­ka­tiven und ruhigeren Bereichen ermög­li­chen, das Umfeld für Kunden und Mitar­beiter hell und abwechs­lungs­reich wirken. Verglaste Trep­pen­häuser und offene Verbin­dungs­gänge helfen der Orien­tie­rung und schaffen eine visuelle Vernet­zung zwischen den Innen­be­rei­chen und außen.

Trotz ihrer groß­flä­chigen Glasfront wird die Fassade durch die Auffä­che­rung der fest­ste­henden Fens­ter­ele­mente und dem Spiel von opaken und trans­pa­renten Flächen eine Grund­ver­schat­tung leisten und Tiefe erhalten. Städ­te­bau­lich unter­streicht die lineare Figur das Grund­stück und fügt sich der offenen Kamm­struktur der benach­barten Bebauung als Abschluss an. Der Baukörper setzt sich aus drei leicht versetzt über­schnei­denen Volumina zusammen, die durch eine Über­hö­hung an der nörd­li­chen Seite den Haupt­ein­gang betonen. Darüber­hinaus gibt es einen zweiten Haupt­ein­gang für Neben­mieter: Die Flexi­bi­lität des Gebäudes soll zukünf­tige Unter­tei­lungen in kleinere Einheiten gewähr­leisten.

Red.