MA für BA

BDA Masters entschieden

Ein Anliegen des BDA ist die Förderung des Nach­wuchses. Der Landes­ver­band Nordrhein-Westfalen beginnt damit in der Ausbil­dung der Archi­tekten: Jährlich vergibt er die BDA Masters, mit denen begabte Bache­lor­ab­sol­venten und ‑absol­ven­tinnen für ihre Abschluss­ar­beiten (Entwurf oder Thesis) ausge­zeichnet und mit einem Preisgeld in Höhe von je 2.000 Euro bei der Finan­zie­rung ihres Master­stu­diums unter­stützt werden.

Aus den 14 vorschlags­be­rech­tigten Fach­be­rei­chen der 13 Hoch­schulen Nordrhein-West­fa­lens, in denen Archi­tektur oder Städtebau studiert werden kann, haben sich in diesem Jahr 11 Fach­be­reiche beteiligt und 27 Arbeiten einge­reicht. Die Jury­sit­zung mit anschlie­ßender Preis­ver­lei­hung fand am 27. November 2014 an der Hoch­schule Bochum statt. Der Jury gehörten Peter Berner (Vorstand BDA NRW, Köln), Susanne Crayen (Vorstand BDA NRW, Bielefeld), Dagmar Grote (Ahaus), Ronald Wanderer (Leipzig) und Gerhard Wittfeld (Aachen) an. Sie zeich­neten fünf Arbeiten aus.

Die BDA Masters-Preis­träger mit Jury­mit­glie­dern, v. l. n. r.: Susanne Crayen (Jury­mit­glied, stellv. Vorsit­zende BDA NRW), Philip Dörge (TU Dortmund), Daniel Gresch (HS Bochum), Lucas Florian Bauer (FH Köln), Florian Hester­mann (Univer­sität Siegen), Andreas Dortgolz (RWTH Aachen), Peter Berner (Jury­mit­glied, Vorsit­zender BDA NRW)

Über Andreas Dortgolz‘ Projekt „B 4 – Gold­rausch“, ein Recy­clinghof zur Weiter­ver­ar­bei­tung von Verbren­nungs­schlacke, urteilte die Jury, es sei „sowohl funk­tional als auch entwurf­lich sehr gut gelungen … Insgesamt eine archi­tek­to­nisch, typo­lo­gisch und funk­tional gelungene Arbeit als ein wichtiger Beitrag zu einer gestal­teten besseren Arbeits­welt.“

Lucas Florian Bauer zeigte in seinem Entwurf des „Ther­mal­bads Rhein km 641 – Arcus Rhenus“, dass ein Bad mehr zu bieten hat als den Spaß­faktor. „Der Kreislauf des Bades wird über einen intro­ver­tierten, streng vorge­zeich­neten Weg durch den „ausge­höhlten“ Beton­quader darge­stellt. Die Zwangs­füh­rung erlaubt den Benutzern das Erleben der räum­li­chen Vielfalt: von heiß nach kalt, aus dem Dunkeln ins Helle.“ Die „Stringenz der konzep­tio­nellen Umsetzung, das reich­hal­tige räumliche Angebot und die Rück­füh­rung des Bades zu einem spiri­tu­ellen Ort“ über­zeugte die Jury ebenso „wie die Ausar­bei­tung im großen Modell­maß­stab mitsamt der persön­li­chen Präsen­ta­tion durch den Verfasser.“
Philip Dörges „Bunker in der Ruhrallee – Kloster an der Ruhrallee“ bestach durch „intensive Ausein­an­der­set­zung mit Atmo­sphären, Raum­qua­li­täten und Raum­ab­folgen. Sowohl in der funk­tio­nalen Zuordnung als auch in der konstruk­tiven Ausar­bei­tung zeigt die Arbeit eine klare und konse­quente Durch­ar­bei­tung.“

Bei Florian Hester­manns „Campus UNIFESP in Embu das Artes – Ein Campus der Kunst“ hoben die Preis­richter insbe­son­dere den poli­ti­schen Ansatz „des Bildungs­auf­trages in einem sozial schwachen Umfeld mit hoher Krimi­na­li­täts­rate“ hervor, der durch „die Vernet­zung mit dem Ort und die mit Bedacht gewählten Erschlie­ßungs­wege archi­tek­to­nisch gut übersetzt“ worden sei. „Insgesamt ein gelun­gener Entwurf, der sich mit der gewach­senen gebauten Umgebung ausein­an­der­setzt und sich nicht abschottet, sondern als öffent­li­cher Raum aufge­fasst und ausge­bildet wird.“

Schließ­lich über­zeugte Daniel Greschs Entwurf „nach Opel – Biblio­thek Bochum“, der ebenfalls eine Neuset­zung an einem Ort unter­suchte, der seine alte Funktion verloren hat. „Leseräume und zu Wänden gewordene Buch­re­gale in Zusam­men­hang mit Maga­zin­flä­chen ergeben ein inter­es­santes Spiel zwischen Offenheit und Geschlos­sen­heit … Der Verfasser versteht es kongenial, die einge­schrie­bene Nutzung als Impuls­geber für weitere quali­tativ hoch­wer­tige Ergän­zungen in Szene zu setzen.“

Red.

Die BDA Masters-Preis­träger mit Jury­mit­glie­dern, v. l. n. r.: Susanne Crayen (Jury­mit­glied, stellv. Vorsit­zende BDA NRW), Philip Dörge (TU Dortmund), Daniel Gresch (HS Bochum), Lucas Florian Bauer (FH Köln), Florian Hester­mann (Univer­sität Siegen), Andreas Dortgolz (RWTH Aachen), Peter Berner (Jury­mit­glied, Vorsit­zender BDA NRW)