Making Heimat

DAM kuratiert deutschen Beitrag auf der Archi­tek­tur­bi­en­nale in Venedig

Der Direktor des Deutschen Archi­tek­tur­mu­seums (DAM) in Frankfurt am Main, Peter Cachola Schmal, wird 2016 Gene­ral­kom­missar für den deutschen Beitrag auf der 15. Archi­tek­tur­bi­en­nale in Venedig. Dies gab Bundes­bau­mi­nis­terin Barbara Hendricks heute in Berlin bekannt. Hendricks folgt damit der Empfeh­lung der Exper­ten­kom­mis­sion, die nach einem offenen Wett­be­werbs­ver­fahren das DAM ausge­wählt hat. Das Team um Peter Cachola Schmal wird ergänzt um Oliver Elser und Anna Scheu­er­mann, die beide ebenfalls am DAM tätig sind. Gemeinsam werden sie die Ausstel­lung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ im Deutschen Pavillon in Venedig reali­sieren. Das detail­lierte Ausstel­lungs­kon­zept wird Anfang 2016 auf einer Pres­se­kon­fe­renz vorge­stellt.

Ausgangs­punkt für „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ sind die Thesen, die der kana­di­sche Jour­na­list Doug Saunders in seinem Buch „Arrival City“ entwi­ckelte. Saunders wird dem DAM-Team beratend zur Seite stehen, das sich unter anderem mit den folgenden Fragen beschäf­tigen wird: Vor welchen Heraus­for­de­rungen stehen Städte, in denen Flücht­linge und Migranten ankommen? Wie werden aus Neuan­kömm­lingen gesell­schaft­lich inte­grierte Bürger? Welchen Beitrag können Archi­tektur und Städtebau in diesem Prozess leisten?

Barbara Hendricks erläu­terte die Entschei­dung ihres Minis­te­riums derweil wie folgt: „Vor dem Hinter­grund von Flucht und Zuwan­de­rung ist ‚Making Heimat‘ ein hoch­ak­tu­elles und brisantes Thema. Das Konzept des DAM lässt sich in den aktuellen gesell­schafts­po­li­ti­schen Kontext einbetten und greift Fragen, Initia­tiven und Diskus­sionen auf, die derzeit bei den Themen Bauen und Wohnen in Deutsch­land eine wichtige Rolle spielen.“

Red.

Foto: Kirsten Bucher