Maßstabs­wechsel

Sigurd Larsen, Sigurd Larsen Design Archi­tec­ture, Berlin

Ein kleines Laden­lokal mitten in Berlin Kreuzberg. Gegenüber der Passi­ons­kirche ist dies ein Ort, wo das alte Kreuzberg jenseits des nahen und durch­ge­n­tri­fi­zierten Bergmann-Kiezes noch den Charme der 1980er- und 1990er-Jahre atmet. Nebenan ein Späti, vor dem die Jungs auf dem Gehsteig einen Ball hin und her bolzen. Das Büro ist klein. Auf rund 70 Quadrat­me­tern finden sich die Arbeits­plätze der momentan acht Mitar­beiter, eine kleine Modell­bau­werk­statt, die „kleinste Küche der Welt“, im Keller ein kleines Lager, und ein zur Straße gelegener Bespre­chungs­be­reich. Sigurd Larsen serviert Bioli­mo­nade.

David Kasparek: Warum sind Sie Architekt geworden?
Sigurd Larsen: Ich wollte eigent­lich immer schon Architekt werden. Wie wahr­schein­lich alle Dänen, habe ich viel und lange mit Lego gespielt – bis weit in meine Teen­ager­jahre hinein (lacht). Bis heute habe ich noch sehr viel Lego­steine zuhause. Sie liegen in einer großen Schüssel, am Esstisch, und diese ist sehr beliebt bei meiner Nichte und meinem Neffen.

Sigurd Larsen Design & Architecture, Felles Hocker, Möbel für die Nordischen Botschaften, Berlin 2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Felles Hocker, Möbel für die Nordi­schen Botschaften, Berlin 2016, Foto: Sigurd Larsen

Das Spiel mit Lego als eine Art gestal­te­ri­sche Früh­prä­gung also. Woher stammt die Begeis­te­rung für Möbel­de­sign, das Sie auch erfolg­reich betreiben?
Möbel­de­sign habe ich ebenfalls schon sehr früh gerne gemocht. Das hat mich bereits vor dem Archi­tek­tur­stu­dium inter­es­siert. Das Archi­tek­tur­stu­dium in Dänemark ist ja sehr breit aufge­stellt. Die Ausbil­dung dort dreht sich vor allem darum, dass man lernt, einen kreativen Prozess zu steuern. Ausgehend vom gleichen Grund­modul kann man dann Archi­tektur, Möbel­de­sign oder Städtebau machen. Der Maßstab, in dem man arbeitet, entscheidet sich erst spät und man kann während­dessen viel auspro­bieren.

Gibt es ein darüber hinaus­ge­hendes Interesse an Archi­tektur in Ihrer Familie?
Nein, überhaupt nicht (lacht).

Wie wichtig war die Stadt Kopen­hagen im Vergleich zum vorhe­rigen Studi­enort Århus und den jeweils Lehrenden?
Die Städte waren ein wichtiger Part in meinem Studen­ten­leben. In Århus bin ich aufge­wachsen und habe dort meinen Bachelor gemacht. Dann bin ich zunächst zum Arbeiten nach New York gegangen, und später wieder zurück nach Kopen­hagen. Dabei hat die Stadt sicher eine größere Rolle gespielt als die Univer­sität.

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Shrine, Aufbewahrungsmöbel, Berlin, 2011
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Shrine, Aufbe­wah­rungs­möbel, Berlin, 2011

Die Archi­tek­tur­aus­bil­dung in Århus genießt einen hervor­ra­genden Ruf. Was machte den Reiz Kopen­ha­gens aus?
Århus und Kopen­hagen sind die beiden Univer­si­täts­stand­orte für Archi­tektur in Dänemark. Beide haben einen guten Ruf, wenn­gleich sie durchaus unter­schied­lich sind. Århus ist stark inter­na­tional orien­tiert, während sich Kopen­hagen ein wenig an die lange Tradition dänischer Archi­tektur und dänischen Designs anlehnt. Eine Vergan­gen­heit, auf die man so stolz ist, kann aber auch unprak­tisch sein, weil offen bleibt, was das eigent­lich für die aktuelle und kommende Gene­ra­tion bedeutet. Während die Lehrenden, die ich erlebt habe, in Århus stark auf das fokus­sierten, was in den USA, den Nieder­landen oder der Schweiz passiert, wurde in Kopen­hagen der Blick eher auf Dänemark und das übrige Skan­di­na­vien gerichtet. Aber Kopen­hagen ist einfach die größere Stadt – und ich hatte Lust auf eine große Stadt. Danach bin ich ja nach Berlin gezogen, das nochmal deutlich größer ist.

Gab es Profes­so­rinnen oder Profes­soren, die für Sie wichtig waren?
Nein (lacht). Und zwar, weil viele der Profes­soren, die mich unter­richtet haben, zu einhun­dert Prozent akade­misch unterwegs waren. Mein Interesse lag schon immer in der Praxis, zu bauen, und nicht nur theo­re­tisch zu arbeiten. Ich habe später selbst unter­richtet als Assistent von Enrique Sobejano an der UdK in Berlin. Das war viel prägender in Sachen Lehre. Sobejano ist theo­re­tisch, aber eben auch praktisch gut. Wenn wir von einem Vorbild sprechen, dann habe ich durch diese Mischung mehr gelernt als an der Univer­sität. Sobejano selbst hat über Utzon gear­beitet und sich ein enormes Wissen über skan­di­na­vi­sche Archi­tektur erar­beitet. Durch diese Schnitt­stelle, und seine Art zu lehren, wurde ich stark beein­flusst.

Sigurd Larsen Design & Architecture, Oak Shelves, Regalsystem, Berlin 2014, Fotos: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Oak Shelves, Regal­system, Berlin 2014, Fotos: Sigurd Larsen

Sie haben in den Büros von OMA in New York, MVRDV in Rotterdam oder COBE in Berlin gear­beitet…
Ja, und diese Büros haben alle eine direkte Verbin­dung – und zwar durch die betei­ligten Personen. Die Gründer von COBE habe ich bei MVRDV getroffen, und Leute, die ich bei MVRDV kennen­ge­lernt habe, sind dann zu OMA gewech­selt, wo ich später auch gelandet bin. Winy Maas von MVRDV war früher ebenfalls bei OMA. Das ist wie eine Art Stammbaum mit einer Gruppe von Menschen, die ähnliche Wege genommen haben.

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen

Hat Sie die Arbeit und Atmo­sphäre in diesen Büros geprägt?
Absolut. Ich war im fünften Semester als Prak­ti­kant bei MVRDV, also noch relativ jung, das war sehr ener­ge­tisch. Es war spannend und überaus witzig, dort zu arbeiten. Winy Maas hat eine extreme Energie, da fliegt in den Präsen­ta­tionen schon mal Styrodur durch den Raum, und er spricht sehr schnell… Ich musste lernen, noch dazu auf englisch, meine Kern­aus­sage sofort auf den Tisch zu werfen. In diesem Büro hat man einfach Spaß gehabt. Viel gear­beitet, aber mit Humor. Außerdem durfte ich auch als Jüngster im Team immer etwas zu den Projekten sagen.

Warum der Schritt nach Berlin?
Das war eher eine prak­ti­sche Abwägung. Nach einigen Jahren Bauboom in Dänemark sind 2008, als ich mit meinem Studium fertig war, innerhalb eines Monats viele Projekte gestorben und die Büros stellten kaum noch neue Leute ein. Ich habe mich bei Topotek 1 in Berlin beworben, die ich durch ihre dänischen Projekte und die Zusam­men­ar­beit mit MVRDV und COBE kannte.

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Grundriss

Stand als Ziel immer fest, als selb­stän­diger Architekt zu arbeiten?
Ja, das schon. Wie es dann aber letztlich dazu kam, ist eine Kette von Zufällen, die so nicht planbar war. Noch während des Studiums dachte ich, dass wir uns als Gruppe mit irgend­einem corporate name in Kopen­hagen selb­ständig machen würden. Jetzt sitze ich plötzlich in einem anderen Land, habe eine Firma, die meinen Namen trägt, und mache auch noch Möbel­de­sign. Das war so nicht geplant, sondern ist einfach passiert (lacht).

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen

Gibt es eine Gewich­tung zwischen Archi­tektur und Möbel­de­sign in Ihrer Arbeit?
Wir arbeiten zeitlich länger an den Archi­tek­tur­pro­jekten. Einfach, weil das Bauen mehr Zeit in Anspruch nimmt. Bei den Möbeln ist das anders. Da arbeiten wir sehr intensiv einige Wochen an einem Entwurf, dann gibt es eine relativ lange Wartezeit, in der die Proto­typen gefertigt werden, und gege­be­nen­falls kommen noch kleine Ände­rungen dazu. Das heißt, das Projekt läuft rund ein halbes Jahr, aber wir arbeiten aktiv drei bis vier Wochen daran.
In der Archi­tektur ist alles natur­gemäß viel lang­wie­riger. Was ich also täglich auf dem Bild­schirm habe, sind meistens Gebäude und weniger Möbel.

Führt diese Unmit­tel­bar­keit im Design schneller zu einer Form von Befrie­di­gung?
Ja, absolut. Man sieht einfach öfter etwas fertiges. Daher rührt, so denke ich, auch die Freude vieler Archi­tekten am Kochen: Das ist ein kreativer Prozess, der oft nur eine Stunde dauert – und am Ende darf man sogar noch etwas leckeres essen…

Sigurd Larsen Design & Architecture, Sorte Hus, Kopenhagen, Dänemark, Foto: Madebygirls
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Sorte Hus, Kopen­hagen, Dänemark, Foto: Made­by­girls

Sie haben bisher vor allem in Dänemark einige Häuser fertig­ge­stellt. Gibt es einen Unter­schied im Bauen zwischen Deutsch­land und Dänemark?
In Dänemark geht es viel schneller, weil die Bauge­neh­mi­gung zügiger vorliegt. Die wollen dass wir bauen. Deshalb gibt der Bezirk eine Bear­bei­tungs­ga­rantie von 14 Tagen für eine Bauge­neh­mi­gung. Von der ersten Skizze bis zur Schlüs­sel­über­gabe dauert es zwölf bis 13 Monate. In Deutsch­land warten wir zum Beispiel derzeit (Anfang September, Anm. d. Red.) seit Dezember auf eine Bauge­neh­mi­gung. Es dauert hier also deutlich länger als in Dänemark.

Sigurd Larsen Design & Architecture, Barn House, New York, USA 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Barn House, New York, USA 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen

Was ist Grund für diesen Unter­schied in der Bauge­schwin­dig­keit?
Die Häuser, die wir fertig­ge­stellt haben, liegen in der Nähe von Roskilde. Der Bezirk dort will das Bauen fördern, auch um Leute aus Kopen­hagen abzu­ziehen. Dänen pendeln nicht gerne. In New York ist es ganz normal, einein­halb Stunden zur Arbeit zu fahren, hier in Berlin auch. Aber in Kopen­hagen landet man nach dieser Fahrzeit schon in einem Wald in Schweden (lacht). Man hat dort eine andere Vorstel­lung von Entfer­nung, und so versucht der Bezirk, in dem wir gebaut haben, eben seine Wirt­schafts­kraft zu stärken und den Menschen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen des Pecha-Kucha-Abends in Münster erzählten Sie, dass Ihr erstes  gebautes Haus für Ihre Schwester geplant wurde. Wie wichtig ist es für den Schritt in die Selb­stän­dig­keit, eine Schwester zu haben, die ein Haus bauen will?
Sehr wichtig (lacht). Im Ernst: Für den Anfang ist das erste Haus ganz besonders entschei­dend. Weil es im besten Fall Folge­pro­jekte nach sich zieht. Die Familie, für die wir dann später das Roof-House gebaut haben, sah das Haus meiner Schwester auf irgend­einer Website… Die Familien, für die die beiden Häuser in Roskilde entstanden sind, haben wiederum das Roof-House im Internet gesehen. Das ist also tatsäch­lich eine Kette. Das gilt auch für die Projekte in Deutsch­land und Öster­reich…

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Foto: Sigurd Larsen

Wie kam es zu Ihrem Projekt in New York?
Das haben wir für ein Ehepaar entworfen, das ebenfalls Bilder des Hauses meiner Schwester im Internet auf blogs gesehen hat. Wir haben dann zunächst Emails ausge­tauscht. Als ich das erste Mal mit dem Paar aus New York via Skype gespro­chen habe, stellte sich heraus, dass die beiden schon über achtzig Jahre alt waren. Es ist das kleinste Projekt, das wir gemacht haben, aber ich bin sehr glücklich damit, weil die Bauherren wirklich sehr süß und überaus froh über das Ergebnis waren.

Wie oft sind Sie vor Ort, wenn Sie Projekte in Dänemark oder New York umsetzen?
In New York war ich tatsäch­lich nur einmal zu Beginn und dann wieder zur Schlüs­sel­über­gabe. Bei den Häusern in Dänemark ist das ähnlich. Einfach weil die jewei­ligen Orte einfach zu verstehen waren. Dänemark ist ein flaches Land, da sind nur die Bewegung der Sonne und ein, zwei Ausblicke wirklich wichtig.

Sigurd Larsen Design & Architecture, Michelberger Hotel, Raum 304, Berlin 2015, Foto: Rita Lino
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Michel­berger Hotel, Raum 304, Berlin 2015, Foto: Rita Lino

Wie gehen Sie entwer­fe­risch vor?
Sehr klassisch. Alles wird in 2D und 3D am Computer gezeichnet, und wir bauen einige Modelle dazu. Wir drucken viel aus, zeichnen auf diese Ausdrucke und dann wird es wieder am Rechner in eine Rein­zeich­nung über­tragen. Für das Gespräch mit den Bauherren fertigen wir häufig relativ abstrakte Modelle. Damit haben wir gute Erfah­rungen gemacht.

Ein bemer­kens­wertes Projekt sind die „Loft-Rooms“ für das Hotel Michel­berger in Berlin. Wie kam es dazu?
Die Betreiber dachten eben, dass ich Möbel­de­si­gner bin und wollten eigent­lich nur einen Möbel­ent­wurf haben. Als sie erfuhren, dass ich auch Architekt bin, hat sich das Projekt vergrö­ßert. Das war eine wirklich tolle Zusam­men­ar­beit, weil die beiden viel Energie und gute Ideen einge­bracht haben. Man merkt, dass sie Hotel­fach­leute sind, die Erfahrung als Gastgeber haben, während ich nur die Erfahrung als Gast in einem Hotel habe. Das hat dem Projekt gut getan.

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Grundriss

Betreiben Sie aktiv Projekt­ak­quise? Welche Rolle spielen Wett­be­werbe?
Aktive Akquise betreibe ich so gut wie nicht. Wett­be­werbe machen wir, wenn es zeitlich passt. Derzeit ist das Büro aber nicht darauf basiert, Wett­be­werbe zu machen, und diese dann gewinnen zu müssen. Wir hatten einmal den Fall, dass wir hier mit einem guten Team im Büro saßen und auf die Bauge­neh­mi­gung für ein Projekt gewartet haben, es gab nicht wirklich viel zu tun: Da haben wir dann einen Wett­be­werb gemacht, einfach weil es Spaß machte. Und weil wir auch vom Maßstab und dem Raum­pro­gramm her etwas anderes auspro­bieren konnten. Einge­laden waren wir bislang nur einmal zu einem Wett­be­werb für eine kleine Grund­schule in Nordrhein-Westfalen, es waren nur fünf Büros geladen, und wir konnten tatsäch­lich gewinnen…

Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Foto: Sigurd Larsen

Das klingt nach einer „neuen“ Form von PR-Strategie: Dem Vertrauen auf die Stärke der eigenen Bilder, die ihre Wege durch blogs, Social Media und Websites gehen und dort Aufmerk­sam­keit gene­rieren, die dann irgend­wann zu Aufträgen führt. Das berührt zentral die Themen Urhe­ber­recht und Kontrolle über das eigene Werk. Wie gehen Sie da vor?
Ich lasse immer alles profes­sio­nell foto­gra­fieren und sichere mir alle Rechte an den Bildern von den Foto­grafen. Das kostet natürlich Geld. Für mich ist es wichtig, dass wir über unsere Bilder verfügen können. Ich gehe nach einem Open-Source-Konzept vor. Die Fotos stehen auch auf unserer Website in relativ großer Auflösung zur Verfügung, können herun­ter­ge­laden und unter Nennung des Foto­grafen und unseres Namens veröf­fent­licht werden.

Ein Konzept, dass sich hinsicht­lich der Akquise zu lohnen scheint. Gibt es auch Probleme damit?
Nicht wirklich. Aber in gewisser Weise manchmal lustige Anekdoten. Nachdem die Pläne und Fotos des Hauses für meine Schwester online gestellt wurden, bekam ich mehrere Emails von Leuten aus Asien und Amerika, die anfragten, ob sie eine Kopie davon haben könnten (lacht). Ich habe da immer sehr offen reagiert und ein Gespräch via Skype vorge­schlagen… Keiner hat sich jemals wieder gemeldet. Viel­leicht gibt es irgendwo auf der Welt Kopien des schwarzen Hauses. Das ist aber eben der Preis, den man für solch ein Open-Source-Prinzip bezahlt.

Aber es geht auf. Sind Sie ein Kind unserer Zeit?
In gewisser Weise, ja. Ich habe das Büro 2010 gegründet, dies war die Zeit, in der blogs wie Pilze aus dem Boden schossen und bekannt wurden. Außerdem hat Möbel­de­sign eine große Ziel­gruppe, die sich aus Kunst‑, Mode‑, Design‑, Innenarchitektur‑, Archi­tek­tur­blogs speist. Die Schritte sind seitdem immer die gleichen: Blogger schauen sich um, stoßen auf meine Website, veröf­fent­li­chen ein Projekt, Jour­na­listen checken die blogs und kommen dann wieder auf mich zu, um über die Projekte zu berichten. Das wäre 1970 sicher ganz anders gelaufen.

www​.sigurd​larsen​.com

neu im club im DAZ-Glashaus
Talk mit Sigurd Larsen: 26. Nove, 19.00 Uhr
Werk­schau­pro­jek­tion: 9. November bis 10. Januar 2017

www​.neuimclub​.de
www​.daz​.de
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Medi­en­partner: www​.marlowes​.de

neu im club wird unter­stützt von dormakaba, Erfurt und Heinze, den BDA-Partnern und den Unter­nehmen des DAZ-Freun­des­kreises.

Sigurd Larsen Design & Architecture, Felles Hocker, Möbel für die Nordischen Botschaften, Berlin 2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Felles Hocker, Möbel für die Nordi­schen Botschaften, Berlin 2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Shrine, Aufbewahrungsmöbel, Berlin, 2011
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Shrine, Aufbe­wah­rungs­möbel, Berlin, 2011
Sigurd Larsen Design & Architecture, Oak Shelves, Regalsystem, Berlin 2014, Fotos: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Oak Shelves, Regal­system, Berlin 2014, Fotos: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Roof House, Kopenhagen, Dänemark 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Roof House, Kopen­hagen, Dänemark 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, Sorte Hus, Kopenhagen, Dänemark, Foto: Madebygirls
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Sorte Hus, Kopen­hagen, Dänemark, Foto: Made­by­girls
Sigurd Larsen Design & Architecture, Barn House, New York, USA 2015-2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Barn House, New York, USA 2015–2016, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, Michelberger Hotel, Raum 304, Berlin 2015, Foto: Rita Lino
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, Michel­berger Hotel, Raum 304, Berlin 2015, Foto: Rita Lino
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Grundriss
Sigurd Larsen Design & Architecture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016-2017, Foto: Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Archi­tec­ture, The Light House, Lejre, Dänemark 2016–2017, Foto: Sigurd Larsen