Klima- und Akus­tik­decke im puris­ti­schen Gesamt­bild

Sanierung einer Büroetage für eine Steu­er­kanzlei in München

Unweit des Münchner Ostbahn­hofs mietete die orts­an­säs­sige Steu­er­kanzlei euprax Perchtold & Partner innerhalb eines bestehenden Gewer­be­kom­plexes neue Räum­lich­keiten an. Hierfür wurden zwei vormalige Büro­ein­heiten in der fünften Etage des Rück­ge­bäudes an der Orleans­straße zusam­men­ge­führt und grund­le­gend saniert.

Das fünfte Geschoss des Gebäudes beher­bergte vormalig zwei Büro­ein­heiten mit jeweils rund 450 Quadrat­me­tern Fläche. Anläss­lich der Neuver­mie­tung an eine Münchner Steu­er­kanzlei sollte die notwendig gewordene Sanierung und gleich­zeitig die Zusam­men­le­gung der Räume zu einer einheit­lich gestal­teten, modernen Büro­um­ge­bung erfolgen. Durch Eingriffe in die Haus­technik, einen umfassend neu konzi­pierten Innen­ausbau sowie einen weit­ge­hend restruk­tu­rierten Grundriss konnte dem Ziel entge­gen­ge­kommen werden, eine reprä­sen­ta­tive und produk­tive Arbeits­um­ge­bung für Klienten und Mitar­beiter glei­cher­maßen zu schaffen. Der Aufgabe nahmen sich die Münchner Innen­ar­chi­tekten von INpuls lnterior Design Archi­tec­ture gemeinsam mit den Spezia­listen für Trockenbau Yuma Innen­ausbau und dem bera­tenden Team des Herstel­lers OWA an.

Tief­grei­fende Eingriffe mit dem Ziel einer umfas­senden Moder­ni­sie­rung

Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH

Die Nutzer­schaft bietet klas­si­sche Steu­er­be­ra­tungs­leis­tungen an und erfordert damit einher­ge­hend eine diskrete, konzen­trierte Arbeits­um­ge­bung. Daher entschieden sich Innen­ar­chi­tekten und Bauherren, die verfüg­bare Fläche mehr­heit­lich in Einzel- und Doppel­büros sowie ein Groß­raum­büro mit fünf Arbeits­plätzen einzu­teilen. Das Konzept sieht gleich­zeitig eine Reihe von sozialen Knoten­punkten und Begeg­nungs­zonen vor. Ein reprä­sen­ta­tiver Empfangs­be­reich mit Wartezone, zwei Bespre­chungs­räume, eine kleine Teeküche und eine große Gemein­schafts­küche mit Kicker und Lounge sowie Zugang zur Dach­ter­rasse ergänzen das Raum­pro­gramm.

Gestal­te­ri­sche und tech­ni­sche Anfor­de­rungen an die Raumhülle

Der Anspruch galt einer einheit­lich, hoch­wertig gestal­teten Büro­um­ge­bung, die alle tech­ni­schen Anfor­de­rungen aufnimmt. Die größte Aufmerk­sam­keit im Sanie­rungs­pro­zess galt dem Einbau einer Klima­decke, durch die der Heiz- und Kühl­be­darf gewähr­leistet sowie gleich­zeitig den raum­zu­ge­wandten akus­ti­schen und ästhe­ti­schen Anfor­de­rungen gerecht werden konnte. Den Planern war es hier insbe­son­dere wichtig, dass im Vergleich zum vorhe­rigen Decken­bild mit vielen Versprüngen ein ruhiger, puris­ti­scher Gesamt­ein­druck entsteht. Im laufend an die Gege­ben­heiten adap­tierten Planungs­pro­zess erwies sich das Mine­ral­kli­ma­de­cken­system OWActive als geeignete Lösung.

Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH

Kaschierte Inte­gra­tion von Haus­technik und Funktion

Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH

Innerhalb der umfassend entkernten Gebäu­de­ebene galt es, zunächst neue Leitungen für das wasser­füh­rende Decken­system zu verlegen und dies an die vorhan­dene und teils moder­ni­sierte Haus­technik neu anzu­schließen. Ebenso wurden erfor­der­liche Elek­tro­in­stal­la­tionen vorge­nommen. Die Vorarbeit des Trocken­bauers galt dem Einbau der Decken­sys­tem­pro­file, hinter denen sich die komplette Technik verbirgt und in die später die Mine­ral­de­cken­ele­mente einge­hängt werden konnten. Verbaut wurden über die gesamte Büroetage rund 640 Quadrat­meter des Systems OWActive in einem Raster von 710 Milli­me­tern. Ebenfalls wurde über die Fläche von rund 140 Quadrat­me­tern ein Gips­karton-Randfries ausge­bildet, durch den der Anschluss des geras­terten Systems an die großzügig verglaste Fassade und teils als Erker ausge­bil­deten Bereiche optisch und technisch kaschiert wird. Eine besondere Heraus­for­de­rung stellten hierbei die unter­schied­li­chen Decken­höhen dar, die sich etwa im Bereich der Terras­sentür ergaben und denen ebenfalls durch abge­hängte Gips­kar­ton­de­cken beigekommen werden konnte. Schließ­lich nimmt die multi­funk­tio­nale, maßge­schnei­derte Decken­lö­sung die Beleuch­tungs­technik auf. In den Büros sorgen Flächen­leuchten, die in die Kühl­schienen einge­setzt wurden, für blend­freies Arbeits­licht. Die Flure und Bespre­chungs­räume wiederum sind mit Spots und Pendel­leuchten ausge­stattet, die in die Akus­tik­pa­neele eingebaut bezie­hungs­weise abge­pen­delt wurden.

Projekt­spe­zi­fi­sche Vorteile des einge­setzten Systems

Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH
Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH

In der Bilanz zeigt sich eine gelungene Abstim­mung zwischen den Betei­ligten und eine Reihe von Vorteilen des einge­setzten Systems. So standen bei der Wahl des Produkts auch die flexible Anpassung an die vorhan­denen räum­li­chen und haus­tech­ni­schen Gege­ben­heiten, der schnelle und simple Einbau der abge­hängten Decken­ele­mente sowie die unmit­tel­bare Verfüg­bar­keit für den nur wenige Monate dauernden Sanie­rungs­pro­zess im Vorder­grund. Projekt­leiter von INpuls Thomas Kozel hebt hervor: „Neben dem optischen Gesamt­ein­druck und der tech­ni­schen Funk­tio­na­lität galt es, eine akustisch wirksame Decken­lö­sung zu finden, die dem Nutzungs­kon­zept gerecht wird. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Akustik im Geschoss funk­tio­niert sehr gut“.

www​.owa​.de

Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH
Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH
Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH
Bild: Odenwald Faser­plat­ten­werk GmbH
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