Palmyra – Was bleibt

Abbild, Wirk­lich­keit und Verlust

Vierzig Archi­tek­tur­zeich­nungen der antiken Ruinen Palmyras sind derzeit im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu bewundern. Sie stammen aus der Feder des fran­zö­si­schen Künstlers und Baufor­schers Louis-François Cassas (1756–1827), der auf einer ausge­dehnten Orient­reise als einer der ersten ausführ­liche und präzise Bauauf­nahmen von Palmyras Bauten anfer­tigte. Im Gepäck hatte er nicht nur Mess­ge­räte, Zeichen­uten­si­lien und Papier, sondern auch eine ganze Liste an konkreten Fragen. Er und seine Zeit­ge­nossen aus Wissen­schaft und Archi­tektur verspra­chen sich von den Bauten der Oasen­stadt Antworten auf dieje­nigen Fragen nach der klas­si­schen Antike, die von Rom und Grie­chen­land bisher noch nicht beant­wortet werden konnten. Seine Archi­tek­tur­zeich­nungen, von denen sich die meisten heute im Nachlass des Archi­tekten Jakob Ignaz Hittorff im Wallraf Richartz Museum in Köln befinden, können als erste Zeugnisse einer akribisch genauen archäo­lo­gi­schen Baufor­schung angesehen werden.

Zugleich besitzen die äußerst präzise ausge­führten und mitunter farbig lavierten Zeich­nungen eine hohe ästhe­ti­sche Anmut, die uns Archi­tekten in Ehrfurcht vor seinem Können versetzt, und lässt uns wehmütig an das denken, was sie uns zeigen: Sie gehören zu den frühesten Abbil­dungen derje­nigen Bauwerke, die im letzten Jahr tragi­scher­weise dem Vanda­lismus des soge­nannten Isla­mi­schen Staats zum Opfer gefallen sind. Die Kölner Ausstel­lung versteht sich als stilles kultu­relles Zeichen gegen diese Barbarei und ist noch bis zum 8. Mai in Köln zu sehen.1Palmyra – Was bleibt? Louis-François Cassas und seine Reise in den Orient. Wallraf-Richartz-Museum Köln, Grafi­sches Kabinett, bis 8. Mai 2016. Es ist ein Katalog unter dem gleichen Titel erschienen als Band 20 der Reihe Der un/​gewisse Blick, Köln 2016. Heraus­ge­geben von Thomas Ketelsen, mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Andreas Schmidt-Colinet, Agnes Henning, Christian Raabe, Daniel Lohmann u.a.. ↩︎

Louis François Cassas, Baal-Tempel (Sonnen­tempel) von Norden, 1785, Feder in Schwarz, laviert, Wallraf-Richartz- Museum & Fondation Corboud, Köln

Cassas hatte das, was wir heute als Baufor­schung bezeichnen, sprich­wört­lich in die Wiege gelegt bekommen. Als Sohn eines Land­ver­mes­sers wurde er auf dem Anwesen eines Schlosses geboren, für das sein Vater Pläne anfer­tigen sollte. In diese Fußstapfen trat er, als er eine Ausbil­dung zum Bauzeichner auf einer Baustelle absol­vierte. Er erlernte dort das Handwerk, ein Bauwerk in Grund­rissen, Schnitten, Ansichten und Details darzu­stellen und es somit gleichsam in die Sprache der Archi­tekten zu über­setzen.2 Nach dem Handwerk folgte die Kopf­ar­beit, als Cassas in Paris an einer privaten Zeichen­aka­demie studierte und fortan eine Sozia­li­sa­tion in Gelehr­ten­kreisen genoss. Das Ideal der Antike in Spät­ba­rock und Klas­si­zismus begann ihn zu faszi­nieren, und führte ihn nach ersten Reisen durch Italien, Dalmatien und Istrien auf eine große Orient­reise. Nur wenige Gelehrte führte ihre Grand Tour in den Orient, da ein solches Vorhaben im osma­ni­schen Reich nach wie vor äußerst beschwer­lich und gefähr­lich war. Somit drang das Wissen über die dortigen antiken Stätten nur langsam in den Westen. Von Konstan­ti­nopel aus gelang es Cassas 1784, mit Hilfe und Förderung des dortigen fran­zö­si­schen Botschaf­ters nach Nord­sy­rien, Ägypten und Zypern zu reisen, um dann eigen­mächtig die Route zu ändern und zum Zwecke der akri­bi­schen Bauauf­nahme in die syrische Wüste nach Palmyra und in den Libanon nach Baalbek zu reisen. Nach der Rückkehr 1786 war sein Ziel die Heraus­gabe einer drei­bän­digen monu­men­talen Stich­pu­bli­ka­tion, die alle Stätten der Reise in perspek­ti­vi­schen Szenen und Beschrei­bungen, vor allem aber in genauen Bauauf­nahmen illus­trieren sollte. In letzteren können wir Cassas eigent­liche Meis­ter­schaft und offen­sicht­liche Leiden­schaft erkennen, wie die Kölner Ausstel­lung verdeut­licht.West­feh­ling, U.; Gilet, A., Im Banne der Sphinx. Louis-François Cassas 1756–1827. Mainz 1994. ↩︎

Erwartung und Erkenntnis

Am Beispiel des Bel-Tempels von Palmyra lässt sich nach­voll­ziehen, welche Rolle Cassas Werk für die Archi­tek­tur­ge­schichte hat. Wie viele seiner Zeit­ge­nossen hatte er die Erwartung, gut erhaltene und zwar bekannte, aber bis dahin wenig genau erforschte und vermeint­lich proto­ty­pi­sche grie­chisch-römische Tempel zu doku­men­tieren. Dieses Wissen wollte er durch die über drei­hun­dert Zeich­nungen wenigs­tens auf dem Papier in den Westen reimpor­tieren, wo die Archi­tek­ten­szene sehn­lichst auf genaue Vorlagen für eigene Archi­tek­tur­schöp­fungen wartete. Zunächst erkennen wir in seinen Zeich­nungen einen üblichen acht­säu­ligen korin­thi­schen Pseu­do­di­pteros. Doch bei genauerem Hinsehen fallen immer mehr Beson­der­heiten auf: Der Cella-Eingang befindet sich über­ra­schen­der­weise auf der Langseite, und ist zudem hinter einem monu­men­talen Portal um ein Säulen­joch asym­me­trisch nach Süden versetzt. Die Wände der Cella sind durch hoch­lie­gende Fenster durch­bro­chen, und in ihren Ecken führen Wendel­treppen in die Höhe. Innen befindet sich nicht wie gewöhn­lich ein Adyton, sondern zwei gegen­über­lie­gende.

Was Cassas also vorfand, war alles andere als ein proto­ty­pi­scher antiker Tempel. Diese Erkenntnis zeichnet sich zaghaft in seiner idea­li­sierten Rezeption ab, doch sein Auge fällt immer wieder auf die orien­ta­li­schen Beson­der­heiten, und er spiegelt sie in seinen Zeich­nungen wider. Damit steht Cassas einer­seits für eine verklärte Projek­tion antiker Ideal­bilder auf die Sehn­suchtsorte des Nahen Ostens, ande­rer­seits wurde er Wegbe­reiter für die aufklä­re­ri­sche und wissens­durs­tige Erfor­schung der antiken Stätten des Nahen Ostens.

Palmyra im Fokus der Histo­ri­schen Baufor­schung

Wie ging es weiter? In über zwei­hun­dert Jahren Arbeit konnte die Forschung das Bild der ursprüng­li­chen Erschei­nung des Bel-Tempels bedeutend schärfen. In den 1930er Jahren legten fran­zö­si­sche Wissen­schaftler das Heiligtum des Bel in aufwen­digen archäo­lo­gi­schen Ausgra­bungen frei. Die bis heute metho­disch vorbild­liche Publi­ka­tion über den Bel-Tempel von Henri Seyrig, Ernest Will und Robert Amy von 1968 führt uns plakativ diese Fort­ent­wick­lung vor Augen: Die Kollegen doku­men­tierten die Bauten nun stein- und verfor­mungs­ge­recht und in scharfer Trennung von Befund und Rekon­struk­tion.3 Letztere ist bis heute gültig und zeigt uns auf den ersten Blick, mit welch orien­ta­lisch geprägter Sonder­form eines Tempels wir es hier zu tun haben. Zu den genannten Anomalien kamen durch die neue Forschung eine flache Dach­ter­rasse mit hohen zinnen­be­krönten Attiken und weitere Details hinzu. Vom helle­nis­ti­schen Prototyp des Arte­mi­sions in Magnesia blieb wenig mehr als ein sche­ma­ti­scher Grundriss und die klas­si­sche Tempel­front übrig.Seyrig, H., Amy, R., Will, E., Le Temple de Bel a Palmyre. Institut Français d’Archéologie de Beyrouth. Biblio­t­hèque Archéo­lo­gique et Histo­rique, T. LXXXIII. Paris 1968/1975. ↩︎

Die palmy­re­ni­schen Tempel stellen Kult­stätten dar, deren Archi­tektur auf die alten und unge­bro­chenen kulti­schen Bedürf­nisse der heimi­schen Bewohner kurz vor der Ostgrenze des römischen Reiches reagierte. Diese Bauten wech­selten mitunter lediglich ihr „Gewand“, indem sie in der grund­sätz­li­chen Bauform und insbe­son­dere in den Schmuck­formen helle­nis­ti­schen oder römischen Moden folgten, in der räumlich-funk­tio­nalen Auftei­lung doch ihrem Erbe treu blieben.

Rekon­struk­tion des Baal-Tempels nach Seyrig, Amy und Will, aus: Le Temple de Bel a Palmyre, Biblio­t­hèque Archéo­lo­gique et Histo­rique, T. LXXXIII, Paris 1968. Album, S. 141

Verlust und Leere

So wie sich die Methoden der Baufor­schung in den vielen Dekaden zwischen Cassas’ Klas­si­zismus und der wissen­schaft­li­chen Nüch­tern­heit des 20. Jahr­hun­derts weiter­ent­wi­ckelt hatte, werden sie sich auch in Zukunft weiter entwi­ckeln, in Rich­tungen, die wir heute noch nicht ahnen können. Was wir für solche wissen­schaft­li­chen Erkennt­nisse aber immer zwingend benötigen, ist die erhaltene Origi­nal­sub­stanz. Sie ist die wich­tigste Primär­quelle des Baufor­schers, da nur sie die Beson­der­heiten unge­fil­tert und in ihren viel­schich­tigen Dimen­sionen preisgibt. Bauwerke sind unsere Kultur­spei­cher, und mit ihrem Verlust geht der Zukunft die Möglich­keit verloren, von der Vergan­gen­heit zu lernen.

Drei­di­men­sio­nale Repro­duk­tionen, zu denen Vorschläge ab dem Moment der Zerstö­rung in der Presse auftauchten, stellen aus diesen Gründen keinen Ersatz dar. In einem Plädoyer gegen die Bestre­bungen, die Bauten Palmyras einfach wieder in 3D auszu­dru­cken, hat sich treffend Frie­de­rike Fless, die Präsi­dentin des Deutschen Archäo­lo­gi­schen Instituts, geäußert: Keine Rekon­struk­tion kann „das Material des origi­nalen Baus wieder­geben, etwas über die Bautechnik des Denkmals oder seine Bauphasen aussagen. Alle histo­ri­schen Werte sind nicht erfasst, nicht archi­viert und damit verloren. Vom Wissens­spei­cher, den ein histo­ri­sches Gebäude in seiner komplexen Mate­ria­lität darstellt, geht somit fast alles verloren.“4Fless, F., Für Palmyras Ruinen gibt es nur eine Chance. Die Welt, 5.10.2015 ↩︎

Wessen kultu­relles Erbe?

Louis-Francois Cassas Bauauf­nahmen stehen am Anfang der Erfor­schung Palmyras durch westliche Gelehrte. Damit gehören seine Zeich­nungen zu den ersten Doku­menten der Inan­spruch­nahme des morgen­län­di­schen Palmyra als kultu­relles Erbe des Abend­landes. Nach vielen Jahr­zehnten der weiteren Erfor­schung, Ausgra­bung, Doku­men­ta­tion, Bewun­de­rung und Würdigung markierte die frühe Ernennung des Ortes zum Welt­kul­tur­erbe der UNESCO im Jahr 1980 einen vorläu­figen Höhepunkt dieser Aneignung. Das Signal war: Dies ist nicht nur syrisches Kultur­erbe, sondern geht uns alle, die ganze Welt an. Dass das Denk­mal­schutz-Prädikat eine vorrangig westliche Sicht­weise wider­spie­gelt, führte nun dazu, dass die waha­bi­ti­schen Milizen des Isla­mi­schen Staats unter dem Vorbehalt der Tilgung „unis­la­mi­scher Götzen­bilder“ die antiken Monumente Palmyras mittig auf ihre Ziel­scheibe nahmen und sie in unvor­stellbar nihi­lis­ti­schem Zerstö­rungs­wahn vanda­lierten.5 Doch im Hinter­grund steht nicht nur das Streben nach dem vermeint­lich „reinen Islam“, sondern poli­ti­sches Kalkül. Der Okzident soll mit Agita­ti­ons­pro­pa­ganda der zerstö­re­rischsten Sorte brüskiert werden, die gezielt gegen das westliche Interesse an diesen Kultur­stätten gerichtet ist.6 Gleich­zeitig hat diese Art der Macht­de­mons­tra­tion als Ikono­klasmus eine lange Geschichte – auch und vorrangig im Westen.Doering, M., Krieg der Steine. In: Weltkunst. Nr. 110, Januar 2016. ↩︎Hierzu umfassend: Weidner, S., Vanda­lismus als Waffe. Süddeut­sche Zeitung, 26.8.2015. ↩︎

Doch wessen kultu­relles Erbe haben die Barbaren in Palmyra geschleift? Viel mehr noch als uns trifft der Verlust die Syrer ins Herz. Denn es ist natürlich ihr Kultur­erbe, unge­achtet aller west­li­chen Prädikate. Die genannten Beson­der­heiten der antiken Bauten Palmyras und ihre jahr­hun­der­te­lange Erfor­schung und Pflege – allen voran durch den ermor­deten Khaled al-Assaad selbst – mögen dies verdeut­li­chen. Im Falle Syriens funk­tio­nierte der Schutz über das Prädikat der UNESCO hinaus hervor­ra­gend. Die Anti­ken­ver­wal­tung als zustän­dige Denk­mal­be­hörde und ihr Direktor, Maamoun Abdul­karim, kümmerten sich bis zum letzten Moment um den Schutz und den Unterhalt Palmyras: Zumindest das beweg­liche Kulturgut aus den Museen ließ man in die Depots der Haupt­stadt bringen.

Den Syrern geht nun mit ihrem Kultur­erbe auch ein wichtiger Teil ihrer Identität und ihres Stolzes verloren. Die antiken Ruinen Palmyras waren zudem die viel­leicht wich­tigste touris­ti­sche Attrak­tion Syriens, die Jahr für Jahr tausende Kultur­rei­sende anlockten. Somit bedeu­teten sie als Einkom­mens­quelle einen nicht zu verach­tenden ökono­mi­schen Faktor für das öl-arme Land. Der Ausver­kauf der syrischen Antiken aus den illegalen Raub­gra­bungen, die in indus­tri­ellem Ausmaß durch den IS betrieben werden, erscheint wie eine zynische Karikatur dessen.

Wenn vor dem Krieg irgend­etwas den Menschen innerhalb des seit dem Zusam­men­bruch des osma­ni­schen Reiches Syrien genannten, höchst hete­ro­genen Konstrukts so etwas wie nationale Identität geben konnte, dann ihr gemein­sames antikes kultu­relles Erbe. Ob der Groß­städter oder der Beduine aus der syrischen Wüste, beide sahen sich als Erben dessen, was ihnen als Bewohner der „Wiege der Zivi­li­sa­tion“ über­kommen war und waren mit Stolz erfüllt, wenn man sie auf Palmyra ansprach. Auch diese schwache Flamme von natio­naler Identität versucht der IS mit aller Kraft zu löschen. Der Nihi­lismus der mutwil­ligen Zerstö­rung verdeut­licht, welche Leere sich seine Vordenker wünschen – eine Leere, die nicht etwa Reinheit, sondern Einfalt in sich trägt.

Was bleibt?

Gemäß dem Titel der Ausstel­lung steht nun die Frage im Raum: „Was bleibt?“ Just in diesen Tagen erreichen uns mit den Berichten der Vertrei­bung des IS aus Palmyra erste Bilder und Schil­de­rungen vom Zustand der Ruinen. Die Befürch­tungen, die durch die Bild­pro­pa­ganda des IS geschürt wurden, bestä­tigen sich. Ein schaler Beigeschmack liegt in der Freude über die ‚Befreiung’ der Stadt und ihren vermeint­lich guten Zustand. Noch skep­ti­scher darf man gegenüber der Geschwin­dig­keit sein, mit der nun „Rekon­struk­tion!“ gerufen wird. Denn wie rekon­stru­iert man die Ruine einer Ruine? Zunächst gilt es, ohne Hast wieder von vorne anzu­fangen, und eine sensible Bestands­auf­nahme anzu­fer­tigen. Erst mit dem genauen Wissen darüber, was übrig ist, kann die Diskus­sion beginnen, wie es damit weiter­geht. Viel­leicht kommt dann der Moment, über Restau­rie­rungen oder eine „kämp­fe­ri­sche Repro­duk­tion“ nach­zu­denken, die den Isla­misten zumindest nicht das letzte Wort lassen will. Erste Über­le­gungen hierzu sind im Umfeld der Kölner Ausstel­lung geäußert worden.
7 Cassas meis­ter­hafte Zeich­nungen mögen nun das Original über­dauert haben, und unseren Blick auf die Fehl­stelle schärfen. In jedem Falle helfen sie, nicht zu vergessen. Viel­leicht können sie nun auch dabei helfen, zu retten, was noch zu retten ist.Bredekamp, H., Vom Untergang Palmyras zur kämp­fe­ri­schen Repro­duk­tion. Beilage zu: Der un/​gewisse Blick 20, siehe Anm. 1; Weiterhin der Vortrag Baut die Tempel wieder auf von Hermann Parzinger in Köln am 3.3.2016 im Wallraf-Richartz-Museum Köln, sowie sein gleich­na­miger Artikel im Feuil­leton der Frank­furter Allge­meine Zeitung, 17.9.2015. ↩︎

Dr.-Ing. Daniel Lohmann (*1977) studierte Archi­tektur an der RWTH Aachen und de Edinburgh College of Art. Seit 2004 ist er frei­be­ruf­lich tätig in der histo­ri­schen Baufor­schung und Doku­men­ta­tion. Von 2006–2009 war er Stipen­diat des Deutschen Archäo­lo­gi­schen Instituts für die bauhis­to­ri­sche Erfor­schung des Jupi­ter­hei­lig­tums in Baalbek (Libanon), wofür er 2014 an der BTU Cottbus promo­viert wurde. Seit 2009 ist er Wissen­schaft­li­cher Mitar­beiter am Lehr- und Forschungs­ge­biet Denk­mal­pflege und Histo­ri­sche Baufor­schung der RWTH Aachen.

  1. Palmyra – Was bleibt? Louis-François Cassas und seine Reise in den Orient. Wallraf-Richartz-Museum Köln, Grafi­sches Kabinett, bis 8. Mai 2016. Es ist ein Katalog unter dem gleichen Titel erschienen als Band 20 der Reihe Der un/​gewisse Blick, Köln 2016. Heraus­ge­geben von Thomas Ketelsen, mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Andreas Schmidt-Colinet, Agnes Henning, Christian Raabe, Daniel Lohmann u.a.. ↩︎
  2. West­feh­ling, U.; Gilet, A., Im Banne der Sphinx. Louis-François Cassas 1756–1827. Mainz 1994. ↩︎
  3. Seyrig, H., Amy, R., Will, E., Le Temple de Bel a Palmyre. Institut Français d’Archéologie de Beyrouth. Biblio­t­hèque Archéo­lo­gique et Histo­rique, T. LXXXIII. Paris 1968/1975. ↩︎
  4. Fless, F., Für Palmyras Ruinen gibt es nur eine Chance. Die Welt, 5.10.2015 ↩︎
  5. Doering, M., Krieg der Steine. In: Weltkunst. Nr. 110, Januar 2016. ↩︎
  6. Hierzu umfassend: Weidner, S., Vanda­lismus als Waffe. Süddeut­sche Zeitung, 26.8.2015. ↩︎
  7. Bredekamp, H., Vom Untergang Palmyras zur kämp­fe­ri­schen Repro­duk­tion. Beilage zu: Der un/​gewisse Blick 20, siehe Anm. 1; Weiterhin der Vortrag Baut die Tempel wieder auf von Hermann Parzinger in Köln am 3.3.2016 im Wallraf-Richartz-Museum Köln, sowie sein gleich­na­miger Artikel im Feuil­leton der Frank­furter Allge­meine Zeitung, 17.9.2015. ↩︎
Louis François Cassas, Baal-Tempel (Sonnen­tempel) von Norden, 1785, Feder in Schwarz, laviert, Wallraf-Richartz- Museum & Fondation Corboud, Köln
Rekon­struk­tion des Baal-Tempels nach Seyrig, Amy und Will, aus: Le Temple de Bel a Palmyre, Biblio­t­hèque Archéo­lo­gique et Histo­rique, T. LXXXIII, Paris 1968. Album, S. 141