Quasi Brick

Mies-van-der-Rohe-Preis für Konzert­haus Harpa

Foto: Nic Lehoux

Der Mies-van-der-Rohe-Preis geht in diesem Jahr an das Konzert­haus Harpa in der islän­di­schen Haupt­stadt Reykjavik. Der Bau wurde von Henning Larsen Archi­tects (Kopenhagen/​ München) in Zusam­men­ar­beit mit Batteríið Arki­tektar (Hafnarf­jörður) und dem Studio Olafur Eliasson (Berlin) entworfen. Der Preis der Euro­päi­schen Union für zeit­ge­nös­si­sche Archi­tektur wurde damit erstmals an dänische Archi­tekten vergeben.

Wiel Arets, Sprecher der Jury, begründet die Entschei­dung: „Harpa hat den Mythos eines Landes – nämlich Islands – einge­fangen, das bewusst daran gear­beitet hat, während der andau­ernden wirt­schaft­li­chen Krise ein viel­sei­tiges kultu­relles Gebäude zu schaffen. Der kult­be­haf­tete trans­pa­rente und durch­läs­sige ‚quasi brick‘ erscheint in einem ständigen Wech­sel­spiel von Farbe und Licht und fördert so den Austausch zwischen der Stadt Reykjavik und dem Innen­leben des Gebäudes. Dieses Projekt, das durch die inter­dis­zi­pli­näre Zusam­men­ar­beit zwischen Henning Larsen Archi­tects und dem islän­disch-stämmigen Künstler Olafur Eliasson einer Gesell­schaft, die seit langer Zeit für ihre Sagas bekannt ist, eine Identität gegeben hat, ist eine wichtige Botschaft an die Welt und an die Isländer, indem es ihren lange gehegten Traum erfüllt.“
Red.